Steel in figures
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Stahl in Zahlen

Hier finden Sie die wesentlichen Daten und Fakten zu Stahlerzeugung, Stahl-Außenhandel, Umsatzentwicklung und Beschäftigten und viele weitere Statistiken auf einen Blick.

Stahlerzeugung in Deutschland (Standorte)

Stahlerzeugung_in_Deutschland_2_05022013Deutschland ist der größte Rohstahlproduzent in der EU. In der Welt liegt es auf Platz 7 hinter China (Platz 1), Japan (2), USA (3), Indien (4), Russland (5), und Südkorea (6). Auch bei den warmgewalzten Erzeugnissen nimmt Deutschland hinter Südkorea Rang sieben in der Welt ein. Wie in den übrigen Industrieländern teilt sich die Warmwalzproduktion im Verhältnis 65:35 auf Flach- und Langerzeugnisse auf.
Stahlerzeugung_in_Deutschland_05022013Während 1980 noch Stahl im Siemens-Martin-Verfahren hergestellt wurde, findet dieses umweltbelastende und kostenintensive Verfahren heute keine Anwendung mehr. Der Elektrostahlanteil hat zugleich deutlich zugenommen und beträgt nun ca. ein Drittel der Rohstahlerzeugung. Auch der Anteil des Edelstahls wurde beachtlich gesteigert.

Entwicklung der monatlichen Rohstahlerzeugung in Deutschland

MRDeRohstahlproduktion im April 2013
Im April ist die Rohstahlerzeugung in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1 Prozent auf 3,56 Millionen Tonnen zurückgegangen. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Produktion leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Erholung tritt damit bislang auf der Stelle. Angesichts zuletzt verhaltener Auftragseingänge dürfte sich hieran auch in den kommenden Monaten nichts ändern.

Die größten Stahlerzeuger und bedeutendsten Standorte in Deutschland

Die_groeßten_Stahlerzeuger_in_Deutschland_2012_04032013Die Globalisierung hat in den vergangenen Jahren nicht nur das   Bild der Weltstahlindustrie stark verändert. Fusionen mit in- und  ausländischer Beteiligung haben auch in Deutschland zu neuen  Unternehmensdimensionen geführt. So hat der Zusammenschluß  von Thyssen und Krupp das neu entstandene  Unternehmen TKS auf Platz Eins in Deutschland geführt. Auch global agierende Konzerne wie ArcelorMittal, Riva, Feralpi und CSN sind durch Unternehmensübernahmen auf dem deutschen Markt präsent. Durch den Verkauf des Edelstahlsgeschäfts Inoxum von ThyssenKrupp an Outokumpo hat sich die Unternehmenslandschaft  erneut verändert.
Die_bedeutendsten_Standorte_der_Stahlerzeugung_in_Deutschland_04032013

Rohstahlerzeugung in Deutschland nach Verfahren

Rohstahlerzeugung_in_Deutschland_nach_Verfahren_06022013Rohstahl wird heute auf der Basis von flüssigem Roheisen im Oxygenstahlverfahren (LD-Konverter) und auf der Basis des Rohstoffes Schrott im Elektrostahlverfahren (Lichtbogenofen) erzeugt. Der Anteil des Elektrostahlverfahrens wurde Mitte der 80er Jahre sukzessive ausgeweitet und beträgt mittlerweise ca. ein Drittel. Die Stranggießtechnologie war die Basisinnovation der Stahlerzeugung in den 70er Jahren. Heute werden nahezu 100 % der Rohstahlerzeugung im Strang vergossen.

Produktion und Beschäftigung in Deutschland

Produktion_und_Beschaeftigung_in_Deutschland_2011Die deutsche Stahlindustrie hat in den letzten 30 Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig zu verbessern. Die Arbeitsproduktivität - gemessen als die spezifische Rohstahlproduktion in Tonnen je Beschäftigtem - hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht. Zuletzt lag sie bei einer Größenordnung von 484 t/B. Das ist ein internationaler Spitzenwert.

Schrottbilanz für die BR Deutschland

Schrottbilanz_fuer_Deutschland_27022013Stahlschrott ist ein wichtiger Rohstoff für die Stahlerzeugung. Nach einsatzgerechter Aufbereitung wird durch Recycling die uneingeschränkte Wiederverwendung des Werkstoffes Stahl erreicht. Aus Gründen einer optimalen Rohstoffnutzung sowie des Umweltschutzes kommt einer Wiederverarbeitung von Schrott steigende Bedeutung zu. Hier bietet Stahl alle Voraussetzungen, was ihn zu einem besonders umweltfreundlichen Werkstoff macht.

Deutscher Stahlaußenhandel mit Stahlerzeugnissen

Deutscher_Außenhandel_mit_Stahlerzeugnissen_27022013Die deutsche Stahlindustrie ist in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Aktuell wird rund 75 % des Außenhandelsgeschäftes innerhalb der EU abgewickelt. Im Jahr 2007 wurde erstmals seit mehr als 50 Jahren kein Exportüberschuss bei den Walzstahlerzeugnissen erzielt.  Auch im Folgejahr und im Jahr 2011 überwogen die Importe. Beim Handel mit Drittländern werden kontinuierlich Exportüberschüsse erzielt. Der Exportüberschuss 2012 von rund 0,8 Mio t resultiert vor allem aus den gesunkenen Importen aus der übrigen EU und den Drittländern.

Deutschland Einfuhren

Deutschland_Markt_Inlandslieferungen_und_Einfuhren_Walzstahl_einschl_Halbzeug_27022013Im konjunkturellen Boomjahr 2007 zog der attraktive deutsche Markt ebenfalls  mehr Lieferungen aus dem Ausland an. Durch die Rezession gingen die Einfuhren dann seit Ende 2008 drastisch zurück und lagen im Jahr 2009 ca. 39 % unter dem Vorjahresniveau. 2010 und 2011 gab es wieder einen kräftigen Zuwachs. Sowohl die Importe als auch die Inlandslieferungen nahmen zu. Im Jahr 2012 gingen die Einfuhren und auch die Inlandslieferungen wieder auf das Niveau von 2010 zurück. Der deutsche Markt wurde 2012 zu rund 55 % aus eigener Produktion versorgt. Der wesentliche Anteil der Importe stammte aus der übrigen EU, nur knapp 5 % Anteil am Markt hatten die Importe aus den Drittländern. Die größten Mengen der Importe aus Drittländern kamen aus Amerika, Asien, GUS und den übrigen europäischen Länder.

Deutschland Ausfuhren

Deutsche_Ausfuhren_von_Walzstahl_einschl_Halbzeug_27022013Die hohe Exportquote von rund 50 % der deutschen Stahlindustrie belegt eindrucksvoll deren gute internationale Wettbewerbsposition. Rund drei Viertel der deutschen Stahl-Ausfuhren verbleiben in der EU.  Im Krisenjahr 2009 hatten sich die Exporte konjunkturell abgeschwächt, besonders bei den Lieferungen in die übrige EU. Im Jahr 2010 wurde gegenüber dem Vorjahr wieder 20% mehr ins Ausland geliefert. Die Ausfuhren insgesamt waren mit ca. 20,5 Mio. t Jahren relativ konstant, darunter ca. 5 Mio. t in Länder außerhalb der EU. In 2012 wurden ca. 5 Mio t in die Drittländer exportiert.  Die wichtigsten Zielländer lagen in der Triade übriges Europa, Asien und NAFTA.

Umsatzerlöse der Stahlindustrie in Deutschland

Umsatz_Deutschland_2011_komplett_mit_ExportquoteNachdem der Gesamtumsatz der Eisen schaffende Industrie im Jahr 2009, bedingt durch die Wirtschaftskrise beachtlich eingebrochen war, konnte in den Jahren 2010 und 2011 dank gestiegener Liefermengen wieder ein beträchtliches Umsatzplus erzielt werden. Rund ein Drittel der Umsatzerlöse wurde 2011 mit dem Ausland erzielt.

Stahlerzeugung in der EU-27

EU27Die Stahlerzeugung in der EU hat einen hohen technischen Standard erreicht. Die Stranggussquote liegt bei 95 %. Die Rohstahlerzeugung über die Elektrostahlroute verbuchte in den letzten Jahren ebenfalls eine positive Entwicklung. Während 1995 der Elektrostahlanteil in der EU-25 noch bei rund 30 % lag, liegt er heute bei rund 40 %. Die Erzeugung warmgewalzter Stahlerzeugnisse konzentriert sich wie in anderen Industrienationen auf Flacherzeugnisse (rund 60%).

Monatliche Rohstahlerzeugung in der EU-27

Rohstahlerzeugung_EU_April_2013_22052013Rohstahlproduktion im April bei 14,1 Mio t 
In der EU-27 haben die Stahlwerke im April 2013 14,1 Mio t Rohstahl produziert, das sind 4,9 % weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat. In den ersten vier Monaten des Jahres 2013 wurden 55,3 Mio t Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist die Rohstahlproduktion um 5,7 % gesunken.

Weltweite Stahlerzeugung

WeltDie Eisenerzproduktion in der Welt konzentriert sich auf wenige Länder. Brasilien, Australien und China erbringen über die Hälfte der gesamten Förderung. Die weltweite Rohstahlerzeugung basiert zu zwei Drittel auf der Oxygenstahlroute. Diese hat in den letzten Jahren sukzessive die Erzeugung nach dem Siemens-Martinverfahren ersetzt. Der Anteil des Elektrostahls hat sich bei rund einem Drittel kaum verändert. Der Stranggussanteil liegt mittlerweile bei 95 %. Bei der Produktion warmgewalzter Stahlerzeugnisse liegt der Schwerpunkt bei den Flachprodukten.

Monatliche Weltrohstahlerzeugung

Rohstahlerzeugung_Welt_April_2013_22052013Rohstahlproduktion im April bei 132,1 Mio t
Um 1,2 % auf 132,1 Mio t ist die Rohstahlproduktion der 62 Länder, die an den internationalen Stahlverband (worldsteel) berichten, im April 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2013 nahm die Weltrohstahlproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,0 % auf 520,5 Mio t zu.


Monatliche Rohstahlerzeugung in China

Rohstahlerzeugung_China_April_2013_22052013Rohstahlproduktion im April bei 65,7 Mio t
In China wurden im April 2013 65,7 Mio t Rohstahl produziert, das sind 6,8 % mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat. In den ersten vier Monaten des Jahres 2013 wurden 257,4 Mio t Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist die Rohstahlproduktion um 8,6 % gestiegen.


Weltrohstahlerzeugung nach Regionen

Weltrohstahl_regionenIm Jahr 2012 erreichte die Weltrohstahlproduktion mit 1548 Mio. t einen neuen Höchststand. Verantwortlich dafür war wiederum vor allem China, das mit 717 Mio. t rund 46 % der Welt produziert. In Asien, Nordamerika, im Nahen Osten und im übrigen Europa  gab es Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr. In den übrigen Regionen der Welt wurde weniger Stahl als im Jahr 2011 geschmolzen. In der EU-27 wurden 10,9 % der Weltrohstahlproduktion erzeugt. Japan, USA, Indien und Russland folgen auf den Rängen.
Welt-Rohstahlerzeugung 2011 und 2012
Weltrohstahl_regionen_anteile

Stahlunternehmen

Die_15_groeßten_Stahlkonzerne_2011_08012012Die Globalisierung hat das Bild der Welt-Stahlindustrie in den vergangenen Jahren stark verändert und hat zu neuen Unternehmensdimensionen geführt. Große Impulse gingen dabei von den asiatischen Ländern aus. Durch die Fusion von Arcelor und Mittal Steel im Jahr 2007 ist ein internationalen Stahlkonzern entstanden, der mit Abstand die Nummer eins der Weltrangliste führt. Auf den Plätzen folgen POSCO, Nippon Steel und JFE-Steel. Der größte chinesische Stahlhersteller Baosteel erreichte 2011 Platz fünf. ThyssenKrupp belegt Rang sechs und die indische Tata-Gruppe ist auf Platz sieben gerückt. (jeweils gemessen am Stahlumsatz)

Weltweite Marktversorgung mit Fertigerzeugnissen

WWAsien war 2011 mit einem Marktanteil von 65 % der größte Markt für Stahlfertigerzeugnisse in der Welt. China allein hält 45 % am Weltmarkt. Zweitgrößter Markt der Welt ist Europa (ohne GUS) mit einem Marktanteil von 13 % (EU-27 allein: 11 %), gefolgt von Amerika mit 12 %.

Welterzeugung 1970/2012

Welterzeugung 1970_2012Stahl ist unter den aufgeführten Substituten mit Abstand der mengenmäßig bedeutendste Werkstoff und hat in den vergangenen 30 Jahren sogar noch an Bedeutung gewonnen. Das ist vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der technische Fortschritt einen Rückgang der Stahlintensität stahlhaltiger Güter mit sich bringt, Ausdruck einer außerordentlichen Performance im SubstitutionsgüterWettbewerb. Die Stahlindustrie hat sich vom Vormateriallieferanten zum Partner zahlreicher Stahlverarbeiter und Anbieter von High-tech Produkten bis hin zu maßgeschneiderten Komponenten entwickelt. Zusätzlich stellte die Produktion in hocheffizienten und damit kostengünstigen Anlagen jederzeit wettbewerbsfähige Preise sicher.
Als ausführliches Nachschlagewerk für Daten und Fakten zur Stahlindustrie empfehlen wir das Statistische Jahrbuch der Stahlindustrie (Inhaltsverzeichnis deutsch und englisch), das von der Wirtschaftsvereinigung Stahl herausgegeben wird. Es erscheint im Oktober eines Jahres und berichtet über die wichtigsten Kennzahlen der Stahlindustrie des Vorjahres und der Vergleichsjahre. Sie können es beim Verlag Stahleisen, annette.engels@stahleisen.de , unter der ISBN 978-3-514-00799-4 zum Preis von EURO 44,90 bestellen. Die neue Ausgabe 2012/2013 ist auch als pdf Datei via E-mail zum Preis von EURO 46,40 erhältlich. In Form von Excel-Tabellen kostet die E-mail Version (4MB) EURO 70,20. Die Preise verstehen sich einschl. Mwst. Sollten Sie nach Erscheinen des Statistischen Jahrbuchs im laufenden Jahr eine Aktualisierung einzelner Statistiken benötigen, wenden Sie sich bitte an gabriela.stramka@stahl-zentrum.de 
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Dipl.-Ing.-oec. Gabriela Stramka
Referentin
Tel.: 0211 6707 - 953
Fax.: 0211 6707 - 170