>>>Forschungsfonds für Kohle und Stahl
>>>EU-Forschungsrahmenprogramm
>>>VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung mbH
>>>Stiftung Stahlanwendungsforschung
>>>FOSTA - Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V.
>>>Sonstige nationale Förderprogramme und Projektträger
>>>Europäische Plattform der Stahltechnologie
Forschungsfonds
Forschungsfonds für Kohle und Stahl
Für die Stahlforschung stellt der Research Fund for Coal and Steel (RFCS) für das Jahr 2006 rd. 41 Mio. € zur Verfügung. Prioritäre Forschungsthemen sind:
Anträge werden nach folgenden Kriterien beurteilt:
Die Anträge sollten nach Möglichkeit Partner aus mehreren EU-Ländern haben, lediglich bei Pilot- oder Demonstrationsprojekten ist das nicht immer sinnvoll. Für die bewilligten Projekte wird eine Unterstützung von 60 % für Forschungsprojekte sowie von 40 % für Pilot- und Demonstrationsprojekte gewährt. Für die Antragstellung gilt jeweils der 15. September eines Jahres als letzter Abgabetermin bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion Forschung. Einzelheiten über Antragstellung, Antragsformulare sowie finanzielle und technische Abwicklung der Projekte sind dem Internet-Auftritt des Research Fund for Coal and Steel zu entnehmen. Ein wichtiges Hilfsmittel zur Partnersuche und gemeinsamen Erstellung von Forschungsanträgen ist die PRESTER-Datenbank. Die Registrierung erfolgt unternehmensspezifisch.
EU-Forschungsrahmenprogramm
Ende 2002 wurde das 5. Forschungsrahmenprogramm der EU für den Zeitraum bis 2006 durch des 6. Rahmenprogramm (6. RP) abgelöst. Für das 6. RP stehen insgesamt 17,5 Mrd. € zur Verfügung. Von den 7 thematischen Prioritäten sind für die Stahlforschung von besonderem Interesse die Bereiche
Die Struktur der Forschungsanträge richtet sich nach den „Instrumenten“, die für die spezielle
In diesen Bereichen werden besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angesprochen. Eine ausführliche Darstellung des 6. RP finden Sie
hier Ansprechpartner für weitere Informationen über Projekte auf dem Gebiet der Werkstoffe und der Nachhaltigen Entwicklung ist der Projektträger Jülich (PTJ) und für Produktionsverfahren und Fertigungstechnologien der Projektträger Karlsruhe (www.fzk.de/pft)
VDEh-Gesellschaft z. Förderung der Eisenforschung mbH (AiF-Mitglied)
Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) fördert Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Dabei verknüpft sie als Dach eines Innovationsnetzwerkes Wirtschaft, Wissenschaft und Staat und bietet praxisnahe Innovationsberatung an. Als Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und weiterer Förderprogramme des Bundes und der Länder setzt sich die AiF für die Leistungsfähigkeit des Mittelstandes ein.
Die AiF hat zu diesem Zweck eine Infrastruktur aufgebaut, die aus einem industriegetragenen Innovationsnetzwerk besteht, das über 100 industrielle Forschungsvereinigungen mit etwa 50.000 KMU, rund 800 eingebundenen Forschungsstellen sowie zwei Geschäftsstellen in Köln und Berlin umfasst. Zu diesen Forschungsvereinigungen gehört auch die VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung mbH. Sie sorgt auf gemeinnütziger Grundlage für die Abwicklung der Forschungsförderung mit öffentlichen Mitteln. Die von dieser Gesellschaft beschafften Mittel, vor allem Forschungsgelder der AiF aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, dienen besonders zur Finanzierung von Forschungsvorhaben an Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Instituten.
Die Tätigkeit der Gesellschaft richtet sich im Wesentlichen auf die verwaltungstechnische Abwicklung der Förderung von Forschung und Lehre. Dazu gehören die Prüfung von Anträgen, die Begleichung von Sachrechnungen bei den Forschungsarbeiten, die Überwachung der Einhaltung der Bewilligungsbedingungen, die Beantragung und Betreuung von Forschungsarbeiten, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.
Der Forschungsausschuss des VDEh arbeitet als Gutachtergremium für eingereichte Anträge.
Adresse
VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung mbH
Postfach 10 51 45
40042 Düsseldorf
Telefon: 0211 - 6707 482
Telefax: 0211 - 6707 671
E-Mail: eisenforschung@stahl-zentrum.de
Kontakt
Frau Adele Mrowetz
Prof. Dr.-Ing. Ralph Sievering
Dipl.-Kfm. Rudolf Poss
Stiftung Stahlanwendungsforschung, Essen
Die Stiftung Stahlanwendungsforschung hat im Jahre 1986 als selbstständige Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ihre Arbeit aufgenommen. Das Stiftungsvermögen stammt aus dem Überschuss der Abwicklungsstelle der Preisausgleichskasse für revierferne Gebiete. Es handelt sich um eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Essen. Zweck der Stiftung:
Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Ihr Zweck ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen Forschung auf dem Gebiet der Stahlverarbeitung und -anwendung. Dieser Zweck wird erreicht insbesondere durch:
- Beschaffung von Mitteln für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts,
- Förderung der Ausbildung (z.B. durch Vergabe von Stipendien),
- Information der Öffentlichkeit. Die Stiftungsmittel werden für die aufgeführten Zwecke je zur Hälfte an Körperschaften oder Personen aus dem Bereich der Stahlverarbeitung und der Stahlherstellung vergeben.
Über die Mittelvergabe entscheidet der Stiftungsvorstand nach Begutachtung und auf Empfehlung eines Gutachtergremiums.
Die Antragstellung auf Vergabe der Mittel erfolgt ausschließlich über die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V., Düsseldorf, bzw. die Forschungsvereinigung der Arbeitsgemeinschaft der Eisen und Metall verarbeitenden Industrie e.V. (AVIF), Ratingen.
FOSTA - Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V.
(AiF-Mitglied)
Die 1968 von deutschen stahlerzeugenden Unternehmen als gemeinnütziger, eingetragener Verein gegründete Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. fördert anwendungstechnische Forschung und Entwicklung für den Werkstoff Stahl.
(www.stahlforschung.de)
Sonstige nationale Förderprogramme und Projektträger Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit Mit der Förderdatenbank des Bundes im Internet gibt die Bundesregierung einen vollständigen und aktuellen Überblick über die Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Das Fördergeschehen wird unabhängig von der Förderebene oder dem Fördergeber nach einheitlichen Kriterien und in einer konsistenten Darstellung zusammengefasst. Dabei werden auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Programmen aufgezeigt, die für eine effiziente Nutzung der staatlichen Förderung von Bedeutung sind. Die Programme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit werden über Projektträger abgewickelt. Die für die Stahlforschung zur Zeit wichtigsten Programme werden von den folgenden Projektträgern betreut. Hauptaufgabe des Projektträgers Jülich (PTJ) am Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ) ist die fachliche und administrative Betreuung der im Rahmen von Forschungs- und Technologieprogrammen des BMBF und des BMWi geförderten Projekte. Dazu gehören u. a. das Materialforschungsprogramm MaTech und der Bereich Energieforschung. Die Projektträgerschaft Produktion und Fertigungstechnologien (PFT) im Forschungszentrum Karlsruhe GmbH betreut im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Rahmenkonzepte "Forschung für die Produktion von morgen" und "Produktion 2000". - Projektträger Umweltforschung und Technik
Der Projektträger des BMBF befasst sich mit den Themenbereichen „Wirtschaftsbezogene Nachhaltigkeit und integrierte Umwelttechnik“, mit Forschung zum globalen Wandel sowie mit regionaler Umweltforschung. Der Projektträger Informationstechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DFG) ist mit seiner Organisationseinheit „EU-Programme“ seit 1988 vom BMBF beauftragt, deutsche Antragsteller für die EU-Forschungsprogramme der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuKT) zu betreuen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft zur Förderung der Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstituten in Deutschland. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben und durch die Förderung der Zusammenarbeit unter den Forschern.
Europäische Plattform der Stahltechnologie
Forschungsagenda für die Europäische Stahlforschung In Brüssel wurde am 12. März 2004 die Initiative Europäische Plattform der Stahltechnologie ins Leben gerufen. Ziel der Stahltechnologie-Plattform ist, einen Dialog zwischen Europäischer Stahlindustrie und der Europäischen Kommission auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung einzurichten. Initiatoren waren EU-Forschungskommissar Phillipe Busquin und Guy Dollé, der Vorsitzende des Verbandes der Europäischen Stahlindustrie EUROFER und Konzernchef von ARCELOR. Beteiligt sind die wichtigsten europäischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände im Stahlbereich. Die Plattform wird einen Beitrag leisten, die Herausforderungen des globalen Markts, der Ressourcenverknappung und der Neuordnung der EU-Rechtsvorschriften zu bewältigen. Dazu wird ein Lenkungsausschuss mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Stahlindustrie, Forschung, Mitgliedsstaaten und EU-Kommission gebildet. Unterstützt wird der Ausschuss von Mitgliedern des EUROFER-Forschungskomitees. Durch Einsatz von Spitzen-Technologien ist die europäische Stahlbranche heute im weltweiten Vergleich führend. Für die Zukunft gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter auszubauen. Dazu müssen Forschung und Innovation stärker als bisher gefördert werden. Auf Sicht der kommenden 30 Jahre soll daher eine strategische Forschungsagenda für die Stahlindustrie erarbeitet werden. Diese soll in die zukünftigen Forschungsrahmenprogramme der EU einfließen. Wichtige Schwerpunkte sind zum Beispiel innovative und effizientere Produktionstechnologien, neue Stahlsorten für innovative Anwendungen, Verringerung von Kohlendioxidemissionen, Verbesserung der Umwelteffizienz der Prozesse, Sicherheit am Arbeitsplatz und Deckung des zukünftigen Bedarfs an hoch qualifizierten Arbeitskräften. Heute teilweise noch visionär erscheinende Technologien mit langfristigem Entwicklungsbedarf sollen gezielt angegangen werden. Mit einem jährlichen Umsatz von 90-100 Milliarden € und 250.000 Beschäftigten gehören die Stahlproduzenten zu den industriellen Schwergewichten in Europa. Die Produktion verschiedenster Fertigprodukte beruht auf der Verarbeitung des Werkstoffs Stahl. Damit schafft die Stahlindustrie in Europa allein in den wichtigen Branchen Stahl- und Fahrzeugbau rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze. Zur Stärkung der Innovationskraft für eine nachhaltige Entwicklung müssen zukünftig Stahlindustrie, Zulieferer, Stahlverarbeiter, Forschung und Politik verstärkt zusammenarbeiten. Die Stahltechnologie-Plattform ist dazu ein wichtiges Instrument. Es dient der Sicherung dieser Branchen in Europa.