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          „Die Stahlindustrie braucht Ingenieure!“ 
 

Der Fachkräftemangel ist  zur Zeit das Innovationshemmnis Nr. 1 in deutschen Unternehmen! Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Vereins Deutscher Ingenieure. Fest steht: Die Karrierechancen für Stahl-Studenten sind besser denn je. Ungeachtet des Rückgangs der Beschäftigten in der deutschen Stahlindustrie ist die Zahl der Ingenieure mit über 6.000 in den letzten 20 Jahren konstant geblieben. Die neueste Ingenieurerhebung des Düsseldorfer Stahl-Zentrums macht dies deutlich: Der Ingenieuranteil an den Gesamtbeschäftigten hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten von 3 % auf über 6 % verdoppelt. Diese Ziffer wird sich weiter erhöhen. Denn eine moderne Prozesstechnik ist nur mit qualifizierten Ingenieuren möglich.
Welche Laufbahnoptionen für Ingenieure bietet die Stahlbranche an? Nicht jeder Ingenieur und Naturwissenschaftler strebt eine Führungslaufbahn im Unternehmen an. Alternativ dazu werden interessante Tätigkeiten in Projektteams mit interdisziplinärem Charakter angeboten oder die Nachwuchskraft entscheidet sich für die sog. Expertenlaufbahn, bei der der Einsatz und Ausbau des erworbenen Fachwissens im Vordergrund steht. Die Unternehmen legen dabei Wert darauf, die Mitarbeiter in Fach- und Führungslaufbahn grundsätzlich nicht unterschiedlich zu behandeln, dies gilt auch beim Entgelt. Die „Spezialistenkarriere“ wird der „Führungskarriere“ nach Möglichkeit gleichgestellt.
Auch wenn im Rahmen des sog. Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010 demnächst die ersten Absolventen des neuen gestuften Studiensystems mit den Abschlüssen „Bachelor“ und „Master“ auf den Arbeitsmarkt drängen, werden die Unternehmen der deutschen Stahlindustrie auch in Zukunft Wert auf das hohe Niveau der Diplomstudiengänge legen. Absolventen dieser - auch international - bewährten Studiengänge der Metallurgie und Werkstoffwissenschaften an den Technischen Hochschulen / Universitäten u.a. in Aachen, Clausthal und Freiberg haben sich die notwendige Grundlagenorientierung für die unterschiedlichen, innovationsorientierten und im Laufe der Zeit stark wechselnden Aufgaben erarbeitet, um den Weg in unsere Industrie und Forschungseinrichtungen zu finden.
Bei den Ingenieuren in der deutschen Stahlindustrie wird Spezialisierung und Qualifizierung groß geschrieben. Da die Anforderungen der Kunden an die Produkte und an die Mitarbeiter im Unternehmen ständig steigen und auch der Wettbewerb sich verschärft, steht die Arbeit an Prozess-, Werkstoff- und Produktinnovationen ganz oben auf der Tagesordnung. Um neue Ideen zu entwickeln, muss über den Tellerrand hinausgeschaut werden. So wundert es nicht, dass sich neben Frauen und Männern aus den „klassischen“ Stahlberufen, wie Hüttenleute, Metallurgen oder Maschinenbauer, auch Geografen, Werkstofftechniker und Informatiker und Physiker tagtäglich mit dem Material Stahl beschäftigen. Das Spektrum der Berufe in der Stahlindustrie ist im Vergleich zu anderen Industriezweigen besonders groß. Wer hätte gedacht, dass hier in 35 anerkannten Ausbildungsberufen der Nachwuchs trainiert wird? Über interne Weiterbildungsmaßnahmen oder internationale Austauschprogramme wird der Nachwuchs fit gemacht für die Anforderungen im Wettbewerb. Die „Experten vom Stahl“ sichern den Industriestandort Deutschland und sind, da das Ausbildungsniveau in Deutschland anerkannt hoch ist, weltweit gefragt.
         
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