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Die bei der Stahlerzeugung entstehenden Nebenprodukte ersetzen Primärrohstoffe und dienen somit der Ressourcenschonung. Bei der Roheisen- und Stahlerzeugung wurden im Jahr 2006 annähernd 9 Mio. Tonnen Hochofenschlacke und rd. 7 Mio. Tonnen Stahlwerksschlacke produziert, die zu 93 % in verschiedenen Anwendungen eingesetzt wurden (Gesamtmenge 14,6 Mio. Tonnen Schlacken). Lediglich ein geringer Teil von rd. 4 % kann nicht vermarktet und muss deponiert werden. Die Verwertung der Schlacken ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht schon immer das Ziel der Stahlindustrie gewesen. Hieraus ergab sich schon früh ein intensives Stoffstrommanagement. Die Möglichkeiten der Verwertung hängen jedoch stark von den Schlackeeigenschaften, der Nachfrage auf dem Markt und von rechtlichen Bedingungen ab. Die Stahlindustrie unternimmt ständig neue Anstrengungen, um Verfahren, die eine breitere Verwertung ermöglichen, neu oder weiter zu entwickeln. Schlackeanwendung Allein im Jahr 2006 wurden über 6 Mio. Tonnen Hüttensand für die Zementherstellung produziert, wodurch natürliche Rohstoffe in der Zementindustrie ersetzt werden. Neben der Ressourcenschonung ist hiermit auch eine erhebliche Energieeinsparung verbunden, weil der energieintensive Prozessschritt des Brennens in Zementindustrie entfällt. Gleichzeitig führte der Einsatz von Hochofenschlacke bei der Zementherstellung jährlich zur Vermeidung von rund 6 Mio. t CO2. Ständige Weiterentwicklungen der Produkteigenschaften sorgen für zukünftig gesicherte und erweiterte Verwendung der Schlacken.
Herstellung und Verwendung von Hüttensand (Quelle: BFI, FEhS) Was in den Materialkreislauf zurückgeführt wird, muß nicht teuer entsorgt werden - ein modernes Stoffstrommanagement schützt die Umwelt, spart Rohstoffe sowie Energie. So ist der Rücklauf von ausgedienten Stahlprodukten außergewöhnlich hoch. Jedes Jahr werden weltweit nahezu 500 Mio. Tonnen Stahlschrott wieder eingesetzt. Allein in der Stahlindustrie Deutschland's betrug der Stahlschrotteinsatz im Jahr 2006 rund 21,2 Mio. Tonnen. Ressourcenschonung durch vollständigen Schrotteinsatz: Von den insgesamt jährlich rund 1,8 Mio. Tonnen anfallenden Stäuben und Schlämmen werden 81 % einer Verwertung zugeführt. Der größte Teil wird dabei direkt über die Sinteranlagen zurück in den Hüttenprozess geführt. Der geringe Prozentsatz der zur Deponierung verbleibenden Reststoffe trägt zu einem nachhaltigen Umgang mit der Deponiefläche und somit auch zum Schutz der Umwelt bei.
Verwertung von Stäuben und Schlämmen in der Stahlindustrie Auch für den bei der Warmverformung entstehenden Walzzunder in Höhe von jährlich rund 0,73 Mio. Tonnen bestehen Verwertungswege, die eine Deponierung oder den Bergversatz ausschließen. Mit 65 % wird der Großteil direkt über Sinteranlagen in den Produktionsprozess zurückgeführt.
Nutzung von Walzzunder in der Stahlindustrie |
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