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einer Gruppe von Stahlsorten und Stahlerzeugnissen.
Sie enthalten Angaben über
- die normgerechte Bestellbezeichnung,
- in Betracht kommende Nennmaße, Grenzabmaße und Formtoleranzen (im Allgemeinen durch Verweis auf entsprechende Maßnormen),
- den Prüfumfang, Probenahme, Probenvorbereitung und die anzuwendenden Prüfverfahren (im Allgemeinen durch Verweis auf entsprechende Prüfnormen) für den Nachweis der festgelegten Eigenschaften,
- die Kennzeichnung der Erzeugnisse.
Technische Lieferbedingungen können sich in Einzelfällen auf Festlegungen für die Oberflächenbeschaffenheit bestimmter Erzeugnisformen beschränken.
Sie dienen der Verständigung zwischen Stahlherstellern und –anwendern (einschließlich Weiterverarbeiter und Handel) und erleichtern so den Handel mit Erzeugnissen der Eisen- und Stahlindustrie.
Werkstoffnormen kommen nicht direkt in Betracht für den Handel mit Erzeugnissen aus Stahl und werden daher nur vereinzelt ausgearbeitet. Sie sind dann sinnvoll, wenn eine umfangreiche Gruppe von Stählen in vielen Normen in unterschiedlichen Erzeugnisformen und für unterschiedliche Anwendungen enthalten ist. Dies trifft z.B. für die nichtrostenden Stähle mit den Untergruppen
- korrosionsbeständig,
- hitzebeständig,
- warmfest
zu. Als Hilfe für den Anwender können "Werkstoffnormen" z.B. Angaben über
- chemische Zusammensetzung (aus den technischen Lieferbedingungen übernommen),
- physikalische Eigenschaften,
- allgemeine Beschreibung der Stahlgruppe (Gefüge, Einfluss wichtiger Legierungselemente)
enthalten.
Maßnormen dienen der Verständigung zwischen Stahlherstellern und –anwendern (einschließlich Weiterverarbeiter und Handel) und erleichtern so den Handel mit Erzeugnissen der Eisen- und Stahlindustrie. Sie enthalten Festlegungen für z.B.
- Nennmaße (oder Maßbereiche),
- Grenzabmaße,
- Formtoleranzen,
- Masse,
- statische Werte (soweit relevant),
- Lieferart,
- Bestellangaben,
- Prüfung der Maßhaltigkeit
von Erzeugnissen aus Stahl.
Festlegungen für Grenzabmaße und Formtoleranzen sind teilweise auch in technischen Lieferbedingungen enthalten.
Prüfnormen Vom Normenausschuss Eisen und Stahl (FES) ausgearbeitete Prüfnormen sind erzeugnis- und/oder stahlspezifisch. Es handelt sich dabei nicht um Grundlagendokumente für bestimmte Prüfverfahren wie z.B. Zugversuch oder Ultraschall-Prüfung.
Erzeugnisspezifische Prüfnormen betreffen
- die zerstörungsfreie Prüfung von Flacherzeugnissen,
- die zerstörungsfreie Prüfung von Rohren,
- die zerstörungsfreie Prüfung von Schmiedestücken,
- die zerstörungsfreie Prüfung von Stabstahl,
- die zerstörungsfreie Prüfung von Stahlguss,
- die Prüfung von Draht.
Erzeugnis-/stahlspezifische Prüfnormen betreffen
- die zerstörungsfreie Prüfung von Flacherzeugnissen, Rohren und Schmiedestücken aus austenitischen und austenitisch-ferritischen Stählen,
- geschweißte Matten aus Betonstahl.
Stahlspezifische Prüfnormen betreffen
Begriffsnormen dienen der Verständigung zwischen Stahlherstellern und -anwendern und legen gewisse Kriterien fest, die zum Teil auch für den Zoll und für statistische Angaben bedeutsam sind.
Hierzu gehören Normen
-für die Einteilung der Stahlsorten in
- unlegierte Stähle,
- nichtrostende Stähle,
- andere legierte Stähle,
- Qualitätsstähle,
- Edelstähle,
- für die Einteilung der Stahlerzeugnisse nach
- ihren Formen und Maßen,
- ihrem Aussehen und Oberflächenzustand,
- für die Bezeichnung der Stähle (Kurznamen, Werkstoffnummern, Zusatzsymbole), - für den Inhalt von Prüfbescheinigungen. |