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Beitrag des Stahls zur Kreislaufwirtschaft wird von der EU nicht ausreichend gewürdigt

14. März 2017

Das Europäische Parlament hat heute über vier Richtlinien beraten, mit denen ein wichtiger Schritt zur Stärkung einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) vollzogen werden soll.

„Die heutigen Beschlüsse des Europäischen Parlaments sind aus unserer Sicht nicht ausreichend. Im EU-Umweltrat und den anschließenden Trilogverhandlungen mit Parlament und Kommission muss nachgebessert werden“, erklärt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl. „Es sollten Anreize für die Kreislaufwirtschaft geschaffen und keine neuen Hürden durch Maßnahmenlisten mit Vorschlägen zu Steuern und Abgaben aufgebaut werden.“

Stahl kann nach dem Ende eines Produktlebens immer wieder vollständig recycelt werden und ist damit ein Paradebeispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. „Stahl macht vor, was durch Multi-Recycling möglich ist“, stellt Kerkhoff klar. „Diese vorbildliche Rolle wird durch die Beschlüsse des Europäischen Parlaments nicht ausreichend gewürdigt.“

Unbefriedigend sei auch, dass einzelnen Mitgliedsstaaten erneut zusätzlich Zeit zur Erreichung der Vorgaben sowie Spielraum bei der Festlegung bestimmter Kriterien gegeben werden soll. “Wir brauchen kein Europa der zwei Geschwindigkeiten in der Umweltpolitik, damit wird die Kreislaufwirtschaft in der Europäischen Union nicht gestärkt“, kritisiert der Verbandspräsident.

 

Rückfragen

Klaus Schmidtke
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: klaus.schmidtke@stahl-zentrum.de

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Pressemitteilung WV Stahl vom 14.03.2017 (.pdf)