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Denkmalerneuerung mit Dachpfannen aus Stahl

19. Juni 2013

Die Modernisierung von Dächern ist bei historischen Gebäuden mit alten Dachstühlen nicht immer einfach. Schnell wird die Belastungsgrenze erreicht und überschritten. Dachpfannen aus Stahl sind besonders leicht und ermöglichen einen hochwertigen Dachaufbau auch bei eingeschränkter Tragfähigkeit der Konstruktion.

Bei der Erneuerung alter Gebäude und insbesondere von Denkmälern sehen sich Architekten und Tragwerksplaner bei der Dachsanierung häufig mit einer kaum lösbaren Aufgabe konfrontiert: Das in die Jahre gekommene Dach soll modernisiert und dabei mit einer Dämmschicht ausgestattet werden. Oft reicht aber die Tragfähigkeit der alten Dachstühle nicht aus, um zusätzlich zu den Dachpfannen die darunter liegende Dämmebene aufzunehmen. Eine nachträgliche Verstärkung des Dachtragwerks ist konstruktiv aufwändig und teuer. Den Dachstuhl abzureißen und neu zu errichten, kommt jedoch vor allem bei Baudenkmälern wegen des grundlegenden Eingriffs in die Bausubstanz nicht in Frage.

In dieser Situation erweisen sich Dachpfannen aus Stahl als ideale Lösung: Wegen ihrer geringen Dicke von lediglich 0,5 Millimeter sind die verzinkten und beschichteten Profilbleche mit nur rund fünf Kilogramm Gewicht je Quadratmeter wesentlich leichter als Beton- oder Tondachpfannen. Dadurch können sie auch im Verbund mit einer zusätzlichen Dämmung fest mit der Unterkonstruktion verschraubt werden, ohne historische Dachkonstruktionen zu überlasten. Zudem sind sie besonders geeignet, wenn die gewohnte Optik traditioneller Dachpfannen erhalten werden soll.

Kostengünstige Denkmalsanierung

Zahlreiche historische Gebäude konnten in den letzten Jahren auf diese Weise kostengünstig saniert werden – unter Wahrung der denkmalpflegerischen Auflagen. Nach der Sanierung kommen Bauherren zudem in den Genuss steuerlicher Vergünstigungen wie der Sonder-AfA Denkmalschutz.

Eines dieser Gebäude ist das Marienpalais im mecklenburgischen Neustrelitz. Es wurde als Domizil der Großherzogin Marie von Mecklenburg-Strelitz in zwei Bauphasen zwischen 1850 und 1870 im spätklassizistischen Stil errichtet. Das Palais ist fester Bestandteil des Schloss-Ensembles im Herzen der einstigen Residenzstadt.

Heute wird das repräsentative Gebäude unter anderem als Veranstaltungsort und Hotel genutzt. Um das Dach wirtschaftlich sanieren zu können, entschied sich der Bauherr im Einvernehmen mit der Denkmalbehörde, die rund 2500 Quadratmeter große Dachfläche mit mattgrau beschichteten Stahldachpfannen einzudecken.

Der bestehende, 100 Jahre alte Dachstuhl mit einem Sparrenabstand von 120 Zentimetern wurde ohne Umbau übernommen. Als Kaltdach ausgeführt, ist die Dachebene lediglich mit einer Unterspannbahn versehen, die eventuell auftretendes Kondenswasser in die Regenrinne ableitet. Die Wärmedämmung befindet sich in der Deckenebene des Dachgeschosses.

Neue Dämmung und leichte Dachpfannen

Ebenfalls aus dem vorletzten Jahrhundert stammt der Festsaal der St. Kunibertus Schützengesellschaft im rheinischen Gymnich. Im Jahr 1876 errichtet, wurde die dreischiffige Backsteinhalle 1995 unter Denkmalschutz gestellt und ist bis heute ein beliebter Veranstaltungsort. Im Jahr 2010 beschloss der Verein, die alte Dacheindeckung zu ersetzen. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die bislang fehlende Wärmedämmung nachgerüstet werden. Der kleine Querschnitt und die Verteilung der Pfetten erforderten eine möglichst leichte Dacheindeckung. Nach bauphysikalischer und statischer Bewertung der Substanz prüften die Planer verschiedene Modernisierungsvarianten und entschieden sich für eine neue stählerne Dachhaut.

Der Unterbau des Dachs besteht oberhalb der Bestandssparren ebenfalls aus einer Unterspannbahn, gefolgt von einer Sparrenaufdoppelung aus Kanthölzern, deren Zwischenraum mit Zellulosedämmung gefüllt ist. Den Abschluss der Dämmebene bildet eine Holzfaserdämmplatte. Darüber liegen, auf eine Konterlattung montiert, die Dachpfannenprofile selbst.

Historisches Tragwerk erhalten

Die alte Wachsfabrik in Barmstedt bei Hamburg ist typisch für die Vielzahl historischer Industriebauten, die in den letzten Jahren für kulturelle Zwecke oder zum Wohnen umgenutzt wurden. Als die heutigen Eigentümer das Backsteingebäude mit den hohen Rundbogenfenstern 2008 entdeckten, befand es sich in einem ruinösen Zustand. Doch das Gebäude hatte Potential und bot viel Platz für eine geräumige Wohnung sowie eine Ausstellungshalle für historische Badezimmer-Ausstattungen.

Bei der Bestandsuntersuchung wurde schnell klar, dass eine Neueindeckung des Dachs mit herkömmlichen Dachpfannen in Kombination mit einer zeitgemäßen Wärmedämmung auch in diesem Fall die Tragfähigkeit des Dachstuhls überschritten hätte. Die Bauherren wollten jedoch die rund 100 Jahre alten Stahlbinder des Dachstuhls in ihrer ursprünglichen, filigranen Form erhalten. In dieser Situation riet der beauftragte Tragwerksplaner zur Restaurierung des Tragwerks und zur Montage leichter Stahldachpfannen. Die alten Fachwerkbinder blieben als sichtbare Konstruktion bestehen. Darüber befinden sich hinter einer Gipskartondecke die Sparren mit einer neu eingelegten mineralischen Dämmung sowie eine Dachschalung aus Nadelholzbrettern. Den Dachabschluss bilden matt glänzende Stahldachpfannen, die auf einer Dach- und Konterlattung sturmsicher verschraubt sind.

Das Stahl-Informations-Zentrum zeigt in seiner Dokumentation „Dachpfannen aus Stahl“ (D 545) weitere ausgeführte Projekte aus den Bereichen Wohnungs- und Gewerbebau sowie landwirtschaftliche Nutzbauten. Weitere Informationen zum Thema Dachpfannen aus Stahl sind unter www.stahl-dachpfannen.de zusammengestellt.

 

Rückfragen

Dipl.-Ing. Hans Allkämper
Telefon: + 49 211 6707-844
E-Mail: hans.allkaemper@stahl-info.de