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Energieintensive Branchen zum Kabinettsbeschluss für Entlastungsregeln

7. Mai 2014

Presseinformation der Energieintensiven Industrien in Deutschland

Höhere, aber gerade noch verkraftbare Kosten

Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID), ein Zusammenschluss der Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, NE-Metalle, Papier und Stahl, begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, die Besondere Ausgleichsregelung im EEG fortzuführen. Damit ist die Grundlage geschaffen, die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Betriebe zu erhalten. Eine Besserstellung der Unternehmen ist mit dem Kabinetts­beschluss aber nicht verbunden. Im Gegenteil: Die geplante Verdopplung der Mindestumlage auf 0,1 Cent je Kilowattstunde bei der EEG-Reform erhöht die Energiekosten für besonders energieintensive Unternehmen.

EID-Sprecher Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), erklärte: „Die bisherigen Entlastungsregelungen sind in vielen Punkten geändert und neue Kriterien hinzugefügt worden. Welchen Anteil die energieintensiven Unternehmen an der Finanzierung der Energiewende künftig schultern, ist deshalb schwer abschätzbar. Er wird auf jeden Fall höher ausfallen als bisher. Aktuell zahlen die energieintensiven Branchen zusammen rund 2 Milliarden Euro an EEG-Umlage. Insgesamt dürfte der Anstieg für die energie­intensiven Branchen gerade noch verkraftbar sein.“ In den einzelnen Unternehmen stelle sich die Situation sehr unterschiedlich dar. Welche Folgen die Mehrkosten durch den Kabinettbeschluss für Investitionen in Deutschland haben werden, bleibe abzuwarten, so Tillmann.

Klaus Windhagen, EID-Sprecher und Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), sagte: „Das akute Problem ist für die energieintensiven Branchen mit dem Erhalt der Entlastungsregeln zwar gelöst, auch wenn die Bundesregierung den von der EU-Kommission  vorgegebenen Spielraum unnötig eingeengt hat. Es muss nun weiter daran gearbeitet werden, die Kosten der Energiewende für Industrie und Verbraucher zu senken. Hier stehen wir vor allem bei der Marktintegration der Erneuerbaren Energien erst am Anfang. Die deutschen Stromkosten bleiben auch nach dieser Reform mit die höchsten in Europa.“

Die Energieintensiven Industrien in Deutschland (EID) beschäftigen rund 830.000 Mitarbeiter – oder 14 Prozent der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes. Jeder Arbeitsplatz in der energieintensiven Grundstoffproduktion sichert etwa zwei Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen und im Dienstleistungssektor.

Rückfragen

Beate Brüninghaus
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e.V.
Susanne Hoffmann
Leiterin Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 30 280 02-225
E-Mail: s.hoffmann@bvbaustoffe.de
http://www.bvbaustoffe.de/cms/website.php

Verband Deutscher Papierfabriken e.V.
Gregor Andreas Geiger M.A.
Bereichsleiter Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 228 26705-30
Fax: +49 228 26705-62
E-Mail: GA.Geiger@vdp-online.de
http://www.vdp-online.de/de/

Bundesverband Glasindustrie e.V.
Dorothée Richardt
Referentin Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 211 4796-331
Fax: +49 211 951 37 51
E-Mail: presse@bvglas.de
http://www.bvglas.de/

WirtschaftsVereinigung Metalle
Martin Brüning
Leiter Kommunikation
Tel.: +49 30 726207-111
Fax: +49 30 726207-198
E-Mail: bruening@wvmetalle.de
http://www.wvmetalle.de/

Verband der Chemischen Industrie e.V.
Sebastian Kreth
Pressesprecher
Tel.: +49 69 2556-1657
Fax: +49 69 2556-1613
E-Mail: kreth@vci.de
www.vci.de

 

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Pressemitteiling vom 07.05.2014 (.pdf)