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WV Stahl fordert Signal für eine Überarbeitung des europäischen Emissionsrechtehandels

21. Oktober 2014

Ende der Woche werden sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten mit den Eckpunkten der künftigen europäischen Energie- und Klimapolitik befassen. „Die Stahlindustrie benötigt vom Europäischen Rat ein Signal, dass sie langfristig unter wettbewerbsfähigen Bedingungen in Europa und Deutschland produzieren kann“, fordert Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf. „Dazu müssen die Regelungen des Emissionsrechtehandels für den Bereich der Industrie grundlegend überarbeitet werden.“ Künftig solle die Zuteilung der Zertifikate kostenfrei in Höhe der Emissionen der effizientesten Anlagen erfolgen, so der Verbandspräsident. Darüber hinaus dürfe es keine zusätzliche Verknappung geben.

Bereits vor 2020 werde es durch zu restriktive Richtwerte und einen zusätzlichen Korrekturfaktor zu einer erheblichen Unterdeckung an Emissionszertifikaten kommen. Durch die immer weitere Absenkung der Zuteilung werde die Stahlindustrie im Jahr 2030 schließlich nur noch für 60 Prozent ihrer Emissionen Zertifikate erhalten. Würden die heute gültigen Regelungen fortgeschrieben, könnten die Kosten des Emissionsrechtehandels für die Stahlindustrie in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt auf bis zu 1,4 Milliarden Euro im Jahr steigen. „In diesem Szenario wird sich die deutsche und europäische Stahlindustrie im Wettbewerb mit Konkurrenten in Ländern ohne Emissionsrechtehandel langfristig nicht behaupten können“, so Kerkhoff.

 

Rückfragen

Beate Brüninghaus
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

Download

Pressemitteilung WV Stahl vom 21.10.2014 (.pdf)