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IW-Studie „Potentiale des digitalen Wertschöpfungsnetzes Stahl“

16. August 2017

Mit der Digitalisierung wächst auch die Bedeutung der Stahlindustrie in den Wertschöpfungsketten des Industriestandorts Deutschland. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie der IW Consult im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Dazu Dr. Karl Lichtblau, Geschäftsführer der IW Consult: „Die Stahlindustrie treibt die Digitalisierung nicht nur in ihren eigenen Unternehmen voran, sondern setzt auch hier wesentliche Impulse bei ihren Kunden und Lieferanten. Die Stahlindustrie ist ein wesentlicher Akteur bei der Digitalisierung ihres Wertschöpfungsnetzes. 43 Prozent der Kunden der Stahlindustrie beziehen bereits aktuell digitale Komponenten von der Stahlindustrie. In den nächsten fünf Jahren wird sich die Bedeutung von Smart Products weiter erhöhen.“

Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl hebt besonders den Nutzen für die Kunden der Stahlindustrie hervor: „Die Studie belegt einmal mehr die Bedeutung der Stahlindustrie für eine starke Wirtschaft in Deutschland. Die Digitalisierung beim Stahl erweitert Innovations- und Wachstumspotentiale bei den Verarbeitern und wirkt damit über die eigenen Werksgrenzen hinaus.“ So geben laut der Untersuchung schon heute 70 Prozent der Unternehmen an, dass die Stahlindustrie wichtig für ihre Wettbewerbsfähigkeit ist. Für gut ein Viertel der Unternehmen aus den nachgelagerten Branchen wird die Stahlindustrie durch die digitale Transformation an Bedeutung gewinnen, auch weil hierdurch eine besondere Stärke der Stahlindustrie in Deutschland, ihre hohe Innovationskraft, noch stärker zum Tragen kommt. Bestehende und gut funktionierende Strukturen werden damit weiter gefestigt.

Dass die Umsetzung von Industrie 4.0 in den Stahlunternehmen mit hohem Druck vorangetrieben wird, zeigt die Studie ebenfalls. Vier von fünf Unternehmen gehen davon aus, dass sich die digitale Transformation positiv auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Auch deshalb investieren Stahlunternehmen in diesen Wandel.

Die Studie macht deutlich, dass die Digitalisierung in der Stahlindustrie angekommen ist, dabei aber noch erhebliche Herausforderungen bestehen. Diese werden auf der einen Seite von den Unternehmen bei Themen wie Kulturwandel und Qualifizierung der Mitarbeiter selbst angegangen. Auf der anderen Seite sollte die Politik für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen. Die Stahlindustrie kann ein starker Mitgestalter des digitalen Wandels am Industriestandort Deutschland sein.

Die Studie „Potentiale des digitalen Wertschöpfungsnetzes Stahl“ der IW Consult GmbH basiert methodisch auf einem Mix u.a. aus Experteninterviews, Unternehmensfallstudien und einer umfassenden Unternehmensbefragung.

 

Rückfragen

Klaus Schmidtke
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: klaus.schmidtke@stahl-zentrum.de

Download

Pressemitteilung WV Stahl vom 16.08.2017 (.pdf)
Studie „Potentiale des digitalen Wertschöpfungsnetzes Stahl“


Beitragsbild: worldsteel / Gregor Schläger