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Konjunkturausblick des Weltstahlverbandes worldsteel – Globale Stahlnachfrage auf Wachstumskurs Stabilisierung in Europa

8. Oktober 2013

Der Weltstahlverband hat in Sao Paulo anlässlich seiner Jahrestagung seine neue Konjunkturprognose veröffentlicht. Demzufolge wird die globale Nachfrage nach Walzstahlerzeugnissen 2013 um 3,1 Prozent (1,48 Milliarden Tonnen) und 2014 um 3,3 Prozent (1,52 Milliarden Tonnen) wachsen. Dies entspricht weitgehend den Erwartungen vom April 2013. 2012 hatte der Weltstahlmarkt nur um 2 Prozent zugelegt.

„Trotz der insgesamt verhaltenen Weltkonjunktur bleibt die globale Stahlnachfrage auf Wachstumskurs“, kommentiert Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der seit 2011 den Vorsitz des Economic Committee von worldsteel innehat. Allerdings sei das Wachstum sehr ungleich verteilt. Zudem bleibe der Ausblick mit Unsicherheiten behaftet. Zuletzt hätten zwar einige Risiken, etwa in der Euro-Zone oder in China, relativ an Bedeutung verloren. Dafür sei als Folge der Kapitalabflüsse aus wichtigen Schwellenländern als auch des US-Haushaltsstreits neue Verunsicherung entstanden. „Das globale konjunkturelle Umfeld bleibt für die Stahlunternehmen volatil und herausfordernd“.

Kerkhoff weist darauf hin, dass die Entwicklungen 2014 erneut sowohl zwischen als auch innerhalb der Regionen stark differieren. „Wir erwarten auf der einen Seite ein etwas verlangsamtes Wachstum auf dem chinesischen Stahlmarkt als Folge des von der Regierung wieder stärker forcierten Strukturwandels zu Lasten der Investitionen und damit auch der Stahlnachfrage. Auf der anderen Seite stehen die Zeichen in den reiferen Märkten auf Erholung“. Dies gelte für den US-amerikanischen Markt angesichts gesunkener Energiekosten, einem sich erholenden Immobilienmarkt und niedriger Lagerbestände bei Händlern und Verarbeitern. Auch in der Europäischen Union sei eine leichte Aufwärtsbewegung möglich, ausgehend allerdings von einem sehr niedrigen Niveau. Aktuell liegt die EU-Stahlnachfrage knapp 30 Prozent unter dem Level von 2006, in Italien bzw. Spanien sind es sogar 50 Prozent bzw. 60 Prozent.

In den Ausblick von worldsteel ist auch eine Prognose der Wirtschaftsvereinigung Stahl zur Entwicklung des deutschen Stahlmarktes eingeflossen: Der zufolge wird die Stahlnachfrage in Deutschland in diesem Jahr um 1,6 Prozent zurückgehen. Die Prognose beruht auf der Annahme einer leichten Erholung im zweiten Halbjahr 2013 als Folge niedriger Lagerbestände bei Händlern und Verarbeitern. Für 2014 erwartet die Wirtschaftsvereinigung Stahl ein Wachstum von rund 3 Prozent. Das Vorkrisenniveau von 2006 würde hierzulande dann nur noch um 3 Prozent unterschritten.

Trotz dieser relativ robusten Mengenkonjunktur bewegen sich die Stahlunternehmen in Deutschland aus Sicht von Kerkhoff weiter in einem außerordentlich schwierigen Marktumfeld, das von einem intensiven Preiswettbewerb als auch nach wie vor relativ hohen Rohstoffkosten geprägt sei. „Vor dem Hintergrund der anhaltenden Strukturkrise auf dem europäischen Markt braucht die Stahlindustrie in Deutschland mehr denn je stabile wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.“ Im Widerspruch dazu drohe dergegenwärtige Kurs der Energie- und Klimapolitik, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie erheblich zu beschädigen. Die erneute Verschärfung des EUEmissionsrechtehandels durch den sogenannten Korrekturfaktor oder eine sachlich nicht gerechtfertigte Beihilfeprüfung der industriellen Entlastungen im Erneuerbare-Energien- Gesetz würden auf massive Kostenbelastungen hinauslaufen. Es wäre der gegenwärtigen konjunkturellen Lage angemessen, wenn die europäischen Institutionen ein stärkeres Verhältnis zu den industriellen Wirklichkeiten entwickeln würden. „In Deutschland braucht es rasche Antworten, wie die Energiewende gestaltet werden soll, damit Investitions- und Planungsperspektiven nicht weiter verkürzt werden“, so Kerkhoff.

Weitere Informationen sind unter folgendem Link abrufbar:

http://www.worldsteel.org/media-centre/press-releases/2013/worldsteel-short-range-outlook.html

Download

Pressemitteilung WV Stahl vom 08.10.2013 (.pdf)