Newsroom

Newsroom

Ansprechpartner

Klaus Schmidtke
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 (0) 211-6707-115
Fax.: +49 (0) 211-6707-676
E-Mail: hier klicken

Ansprechpartner Stahlindustrie

Hier finden Sie Ansprechpartner aus den Stahlunternehmen, die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind.
Zu den Kontakten

Twitter

Blog-Stream

09. August 2017

Stahlbau in Höchstform für die Zugspitze

Mit der Rekordhöhe von insgesamt 127 Metern wurde im Juli… Weiterlesen

01. August 2017

„Erhebliches Gefährdungspotenzial“

Trump, Brexit, zunehmender Protektionismus: Ist dies das Ende offener Grenzen –… Weiterlesen

19. Juli 2017

Botschafter für Stahl: Die Miele & Cie. KG

Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner oder Geschirrspüler – kein Haushalt in Deutschland… Weiterlesen

Lebensraum schaffen mit leichten Systemen aus Stahl

24. Mai 2016

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt erfordert eine schnelle Reaktion aller am Bauprozess beteiligten Akteure. Bund, Länder und Gemeinden müssen in kürzester Zeit neuen Wohnraum schaffen, Wohnungsbaugesellschaften und private Bauherren suchen nach Wegen bezahlbare Wohnungen in Ballungszentren zu errichten. Dabei sollen Neubauten, Aus- und Anbauten sowie Aufstockungen qualitativ hochwertig, kostengünstig und in kurzer Bauzeit erstellt werden. Lösungen dazu bietet der Stahl-Leichtbau – eine Bauweise, die sich in vielen Ländern bereits als Alternative zum Massiv- und Holzbau etabliert hat, und sich allmählich auch in Deutschland von einer Nischen- zu einer modernen Systembauweise weiterentwickelt.

Vorbild ist der raumschließende Trockenbau, dem eine tragende Komponente hinzugefügt wird. Leichtbaukonstruktionen aus Stahl verfügen über eine Struktur aus dünnwandigen, kaltverformten Stahlprofilen mit gegenüber dem klassischen Trockenbau etwas größerer Materialdicke von rund 1,5 Millimeter. Die Profile werden zu leichten, aber äußerst tragfähigen Rahmen, Trägern und Stützen verbunden. Beplankungen mit gips-, zement- oder leimgebundenen Werkstoffplatten übernehmen die Aussteifung der Konstruktion. Weitere Schichten des Wandaufbaus, wie etwa Dämmmaterialien und Dampf- und Windsperren, ermöglichen bei fachgerechter Anwendung die Erfüllung sämtlicher Anforderungen an den Wärme-, Schall- und Brandschutz sowie die Winddichtheit. Die Bauweise eignet sich sowohl für den Neubau von ein- und mehrgeschossigen Gebäuden als auch für das Bauen im Bestand.

Die vergleichsweise leichten Wand- und Deckenkonstruktionen können gerade auch bei Aufstockungen auf älteren Bestandsgebäuden eingesetzt werden, bei Bauwerken also, die aufgrund ihrer oft schon ausgelasteten Tragstruktur nur über geringe Traglastreserven verfügen. Über diese vertikale Nachverdichtung lässt sich mit geringem Aufwand zusätzlicher Wohnraum auf bereits bebauten Grundstücken schaffen. Bei beengten Baustellenerschließungen trägt die Montage vor Ort ohne aufwändige Hilfsmittel zur Kostenreduzierung bei, ebenso wie kurze Bauzeiten. Baufeuchte fällt nicht an, lange Aushärtzeiten wie bei nassen Bauweisen gibt es nicht. Alle Bauteile lassen sich in der Werkstatt weitgehend vorfertigen.

Durch die geringe Konstruktionsdicke – die schlanken Stahlprofilquerschnitte dienen als Dämm- und Installationsebene und werden mit Platten flächig geschlossen – erhält der Bauherr im Vergleich zu konventionellen Bauweisen ein Maximum an Nutzfläche. Darüber hinaus kann eine Stahl-Leichtbaukonstruktion nicht brennbar ausgeführt werden und verfügt über gute bauakustische und wärmedämmende Eigenschaften.

Eine junge Familie in Wangen im Allgäu entschied sich beispielsweise für die leichte Stahlbauweise und realisierte ihr modernes Eigenheim mit dem Modulsystem eines führenden Profilanbieters mit Wand-, Decken- und Dachelementen aus dünnwandigen Stahlprofilen. Der typische Wandaufbau begann auf dem massiven Kellergeschoss mit einem U-Profil als Bodenanschluss, in das C-Profile als Ständer eingestellt wurden. Den oberen Abschluss bildet ein Ringankerprofil. Die Decken- und Dachkonstruktionen bestehen hauptsächlich aus Weitspannträgern mit doppelten U-Profilen im Achsabstand

von 62,5 cm. Die Aussteifung der gesamten Konstruktion erfolgte durch OSB-3-Grobspanplatten und zementgebundene Bauplatten. Ausgeführte Projekte beispielsweise in Skandinavien, Südeuropa und Südamerika zeigen, dass auch höhere Gebäude mit bis zu vier Vollgeschossen wirtschaftlich realisiert werden können.

Für nahezu jede denkbare Aufgabenstellung, sei es beim Bau von Wohnhäusern, bei Dachaufstockungen, Gebäudeerweiterungen oder Einbauten in vorhandene Gewerbeimmobilien gibt es eine Lösung mit tragenden Stahl-Leichtbausystemen. Detaillierte Informationen zu Planung und Ausführung hält die Wirtschaftsvereinigung Stahl auf Ihrer Website >www.stahl-online.de< (Stahlanwendung/Bauwesen) bereit.

Pultdacharchitektur: Einfamilienhaus mit kaltgeformten Leichtprofilen aus Stahl (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Pultdacharchitektur: Einfamilienhaus mit kaltgeformten Leichtprofilen aus Stahl (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

In der Werkstatt vorgefertigte Bauteile machen die Montage schnell und effektiv. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

In der Werkstatt vorgefertigte Bauteile machen die Montage schnell und effektiv. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Weitspannträger aus profilierten und zusammengesetzten U-Profilen bilden Decken- und Dachebene. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Weitspannträger aus profilierten und zusammengesetzten U-Profilen bilden Decken- und Dachebene. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Das Stahltragwerk ist bei dem fertiggestellten Wohnhaus nicht zu sehen. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Das Stahltragwerk ist bei dem fertiggestellten Wohnhaus nicht zu sehen. (Quelle: Protektorwerk Florenz Maisch, Gaggenau)

Die Abbildung darf nur im Zusammenhang mit einem Bericht über den Stahl-Leichtbau und mit Angabe der Quelle genutzt werden. Im Falle der Berichterstattung bitten wir um einen Beleg.

Rückfragen

Beate Brüninghaus
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

Download

Pressemitteilung WV Stahl vom 24.05.2016