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15. Januar 2013

Wirtschaftliche Modulbauweise aus Stahl

Düsseldorf, 15.01.2013 – Sie werden präzise vorgefertigt, haben extrem kurze Bauzeiten und können ganz einfach verändert oder demontiert werden: Raummodule aus Stahl bieten die Möglichkeit, Interimsbauten innerhalb nur weniger Wochen zu realisieren – wie die größte temporäre Hochschule Deutschlands in Mülheim an der Ruhr.

Schnelle Antwort auf kurzfristige Bauentscheidungen

Es gibt politische Entscheidungen, die erfordern es, dass kurzfristig mehr Raum geschaffen werden muss, z. B. bedingt durch den Wegfall der Wehrpflicht, den doppelten Abiturjahrgang in NRW oder den ab 1. August bundesweit greifenden Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz für Einjährige. Mit einer Modulbauweise aus Stahlprofilen kann der Planer oder Architekt wesentlich schneller bauen als mit konventionellen Bauverfahren und damit solchen Entscheidungsprozessen öffentlicher Auftraggeber entgegenkommen.

Das Prinzip der modularen Bauweise

Jedes Modul besteht aus einer tragenden Stahlrahmenkonstruktion, deren acht Ecken biegesteif ausgebildet sind. Weitere, eingeschweißte Profile ergänzen das Tragwerk je nach statischen Erfordernissen. Neben der halbindustriellen Fertigung im Werk erfolgt dort auch der nahezu vollständige Ausbau: Böden, Wände und Decken ergänzen die Tragstruktur zu kompletten Raumzellen. Selbst die Wände erhalten bereits im Werk ihr Finish, Elektroleitungen werden verlegt, Sanitärinstallationen vorgenommen und die Gebäudetechnik eingebaut. Auf der Baustelle werden die Module mit Hilfe eines Krans zusammengesetzt. Die Stahlrahmen sämtlicher Module eines Gebäudes ergeben eine Skelettkonstruktion, die aus einem klar gegliederten Stützenraster mit dazwischen liegenden Trägern besteht. Abschließend müssen lediglich Übergänge optimiert und Leitungen verbunden sowie das Dach abgedichtet werden. Die Modulbauten erfüllen alle bauphysikalischen Anforderungen an Schall-, Wärme- und Brandschutz.

Vorteile der Vorfertigung

Bis zu 90 Prozent der Bauleistung erfolgt im Rahmen der Vorfertigung im Werk. Die Witterung hat dadurch während der Bauzeit keinen Einfluss auf die Bauqualität. Schwind- und Setzrisse sind ausgeschlossen, Baufeuchte-bedingte Mängel können durch die nahezu durchgängige Ausführung in Trockenbauweise auch nicht auftreten. Der Modulhersteller fungiert als Generalunternehmer, übernimmt sämtliche Gewerke und unterstützt den Planer mit bewährten Standard-Details.

Hohe Wirtschaftlichkeit

Die Bauzeit ist um bis zu 60 Prozent niedriger als bei den sonst üblichen Bauweisen vor Ort. Dies erklärt sich unter anderem durch die parallele Erstellung der Fundamente auf der Baustelle und die gleichzeitige Produktion der Module im Werk. Die produktionstechnisch bedingte wirtschaftliche Fertigung ist für den Auftraggeber oder Investor von entscheidender Bedeutung: Die rasche und termingerechte Nutzung des Gebäudes ermöglicht kürzere Zwischenfinanzierungszeiten.

Gestaltungsfreiheit durch Stahlskelett

Durch die Assoziation mit konstruktiv ähnlichen Baustellen-Containern mag die Vermutung aufkommen, bei der Modulbauweise gäbe es kaum Gestaltungsmöglichkeiten. Reduziert man aber das Modul auf seine tragende Stahlrahmenkonstruktion, ergeben sich ganz im Gegenteil prinzipiell große Freiheiten in der Grundrissgestaltung – und das über mehrere Stockwerke. Das Gebäudeinnere lässt sich durch leichte Trennwände sehr differenziert gestalten. Aufgrund der schlanken Querschnitte der Stahlstützen können diese weitestgehend in den Wänden optisch verschwinden.

Demontage und Nachhaltigkeit

Zukünftig wird bei immer mehr Gebäuden über die flexible Nutzung hinaus die problemlose Erweiterbarkeit oder auch Reduzierung des Raumangebots eine wichtige Rolle spielen. Möglicherweise ist ohnehin nur eine kurze Nutzungsdauer oder eine Überbrückungsmöglichkeit vorgesehen. Die Modulbauweise schafft sozusagen systemimmanent ideale Voraussetzungen für jede Art von Interimslösungen, bis hin zur kompletten Demontage eines Gebäudes und erneuter Errichtung andernorts.

Die Nachhaltigkeit der Raummodule selbst ist über die Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit des Stahls und durch eine reversible, sortenreine Schichtung der einzelnen Materialien gegeben.

Größte temporäre Hochschule Deutschlands

Aktuelles Beispiel für diese Bauweise ist die zurzeit größte temporäre Hochschule Deutschlands in Mülheim an der Ruhr. „Bedingt durch den engen zeitlichen Rahmen konnten die Nutzungs- und baurechtlichen Vorgaben nur durch eine standardisierte Bauweise realisiert werden“, erläutert der verantwortliche ortsansässige Architekt Rainer Dittrich. Die in drei Bauabschnitten konzipierte Anlage mit insgesamt 834 Modulen und 15.134 Quadratmetern Bruttogeschossfläche wird bis zum Jahresende 2013 fertiggestellt sein. Die von der Firma Fagsi, einem Tochterunternehmen der Alho Holding GmbH in Morsbach, erstellten Module haben eine Produktionszeit von insgesamt nur neun Wochen. Der größte Abschnitt mit 458 Modulen und 8.634 Quadratmetern war Ende Februar 2012 nach nur zehn Wochen Bauzeit errichtet.

Dittrich ist von der Entscheidung für die zu Raummodulen ergänzte Stahlrahmenkonstruktion überzeugt: „Wir haben trotz begrenzter wirtschaftlicher, technischer und gestalterischer Möglichkeiten eine zweckmäßige und attraktive Hochschule konzipiert, die räumliche Qualitäten, nicht zuletzt in den Hörsälen, der Bibliothek und der Mensa, aufweist und nach Ablauf der vorgesehenen Nutzungsdauer von drei Jahren rückbaubar ist.“

Rückfragen

Dipl.-Ing. Hans Allkämper
Fon + 49 211 6707-844 hans.allkaemper@stahl-info.de

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Pressemitteilung SIZ vom 15.01.2013 (.doc)