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26. April 2017

Stahl – die Basis für die Energiewende

Stahl ist die Basis für die Energiewende. Das gilt auch… Weiterlesen

05. April 2017

Stahl fliegt! 2017 – Wettbewerb in Aachen und Düsseldorf

| Ein Gastbeitrag von Gideon Schwich (RWTH Aachen) | Der… Weiterlesen

22. März 2017

Erfolgreiche Kreislaufwirtschaft: Aus weniger mehr machen

Recycling hat in der Stahlindustrie in Deutschland eine lange, erfolgreiche… Weiterlesen

Robuste Mengenkonjunktur – jedoch weiterhin große Belastungen

13. April 2015

Pressegespräch anlässlich der Hannover Messe 2015

Stahlindustrie mit vorsichtigem Optimismus

Die wichtigsten Aussagen vorweg:

  • Die Stahl-Mengenkonjunktur in Deutschland ist in der Tendenz aufwärtsgerichtet. Trotz verbesserter konjunktureller Rahmenbedingungen sieht die Wirtschaftsvereinigung Stahl allerdings gegenwärtig noch keine Notwendigkeit, ihre Prognose vom Jahresbeginn zu korrigieren.
  • Der vorsichtige Blick in die Zukunft ist begründet dadurch, dass die deutsche Stahlkonjunktur unverändert erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Sorgenvolle Blicke gehen gegenwärtig vor allem nach China und Russland.
  • In einem zunehmend schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld ist die Stahlindustrie in Deutschland zwingend auf faire Wettbewerbsbedingungen angewiesen. Wichtige Entscheidungen stehen gegenwärtig in der Handelspolitik an. Zudem ist im Zuge der Verstaatlichung des italienischen Stahlunternehmens Ilva in den letzten Wochen die Gefahr von inner-europäischen Wettbewerbsverzerrungen erheblich gewachsen.
  • Unverändert besorgt die Stahlindustrie die Belastungen aus falscher politischer Rahmensetzung. Energiewende in Deutschland und neue Weichenstellungen beim Klimaschutz beeinflussen auch die Planungs- und Investitionssicherheit der Stahlindustrie in Deutschland.

Zu den Entwicklungen im Einzelnen:

Die Konjunkturindikatoren auf dem deutschen Stahlmarkt zeigen zu Jahresbeginn noch keine klare Richtung:

  • Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist im ersten Quartal 2015 mit 11,1 Millionen Tonnen um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, die Kapazitätsauslastung lag mit knapp 90 Prozent jedoch auf einem erneut hohen Niveau (Bild 1).
  • Die Auftragseingänge Walzstahl sind in den ersten drei Monaten 2015 in etwa auf Vorjahreshöhe geblieben. Die Auftragsbestände erreichten im Februar gleichwohl den höchsten Stand seit Mai 2012 (Bild 2).
  • Die Geschäftsklima-Umfrage des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts ifo zur Stahlindustrie verharrt weiterhin unterhalb des langfristigen Durchschnitts (Bild 3). Das Geschäftsklima hat sich im März aber weiter gefestigt, bedingt sowohl durch eine verbesserte Lagebeurteilung als auch optimistischere Geschäftserwartungen.

In den kommenden Monaten dürften die Aufwärtstendenzen in der Stahlkonjunktur sichtbarer werden:

  • Dafür sprechen zum einen die verbesserten konjunkturellen Fundamentalfaktoren. Insbesondere der gesunkene Euro-Wechselkurs wird der Stahlnachfrage in Deutschland einen Schub verleihen. Den jüngsten Ergebnissen des ifo-Konjunkturtests nach zu urteilen, dürften die größten Impulse erneut von den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen kommen, die bereits im Vorjahr die Stahlkonjunktur wesentlich gestützt haben (Bild 4). Rund 30 Prozent des Stahlbedarfs in Deutschland entfällt auf die Automobilindustrie.
  • Hinzu kommen zum Zweiten niedrige Lagerbestände: (Bild 5). Trotz des starken Lagerabbaus im zweiten Halbjahr 2014 agiert der Distributionssektor auch im neuen Jahr weiterhin sehr vorsichtig, gerade auch vor dem Hintergrund der anhaltend deflationären Tendenzen auf den Rohstoffmärkten. Da kein starkes Re-stocking im ersten Quartal 2015 stattgefunden hat, dürfte der für die zweite Jahreshälfte typische Lagerabbau geringer ausfallen, als es in den letzten drei Jahren jeweils der Fall gewesen ist.
  • Und schließlich: Allmählich, wenngleich vorsichtig, bessern sich auch die Bedingungen auf dem europäischen Stahlmarkt (Bild 6). Bereits im vergangenen Jahr hat die Stahlnachfrage in der EU die Trendwende vollzogen und dürfte auch in diesem Jahr weiter zulegen. Erfreulicherweise verzeichnen auch die südeuropäischen Stahlmärkte wieder Wachstum. Allerdings bleibt das Niveau bedrückend.

Insgesamt sieht die Wirtschaftsvereinigung Stahl somit günstige Perspektiven für die Stahl-Mengenkonjunktur, gerade auch für die zweite Hälfte des laufenden Jahres. Weiterhin hält sie an der Prognose vom Jahresbeginn fest, der zufolge die Rohstahlproduktion in Deutschland um rund 1 Prozent auf 43,3 Millionen Tonnen zulegen wird. Dies spiegelt wider, dass die Stahlkonjunktur nach wie vor einer Reihe von Belastungen ausgesetzt ist:

  • Im Inland spürt die Stahlindustrie unverändert die Investitionszurückhaltung im Verarbeitenden Gewerbe wie auch im gewerblichen Bau. Die Unternehmen in Deutschland sind offenbar nach wie vor verunsichert. Dies zeigt sich auch darin, dass in den ersten zwei Monaten 2015 die Auftragseingänge Walzstahl aus dem Inland sich im Gegensatz zu den Auslandsbestellungen vergleichsweise schwach entwickelt haben (Bild 7).
  • Global weist die Stahlnachfrage wenig Schwung auf. Die Welt-Rohstahlerzeugung ist in den ersten beiden Monaten 2015 um 1 Prozent gesunken, in China sogar um 2 Prozent (Bild 8). Die jüngsten Indikatoren verfestigen den Eindruck, dass der chinesische Markt inzwischen seinen Höhepunkt überschritten hat. Andere wichtige Schwellenländermärkte, insbesondere in Russland, aber auch in Brasilien, befinden sich ebenso im Rückwärtsgang. Zudem wird wohl der US-amerikanische Stahlmarkt in diesem Jahr nicht wachsen. Auch 2015 dürften die Stahlkapazitäten weltweit somit unterausgelastet bleiben.
  • Der internationale Wettbewerb in diesem Jahr wird daher noch weiter an Schärfe gewinnen. Die Schlüsselrolle kommt dabei China zu, das im vergangenen Jahr seine Stahlexporte um mehr als 50 Prozent und in den ersten beiden Monaten 2015 sogar um knapp 60 Prozent auf ein Niveau von rund 95 Millionen Jahrestonnen gesteigert hat. Die Exportflut in China ist in erster Linie Ausdruck enormer Überkapazitäten, die mit staatlicher Hilfe gegen den Markt gehalten werden. Hieran dürfte sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern (Bild 9).

Vor diesem Hintergrund ist die Stahlindustrie besorgt über die Diskussion, ob China in 2016 der sogenannte „Marktwirtschaftsstatus“ anerkannt werden kann, der eine wichtige Rolle bei Untersuchungen in Antidumpingverfahren spielt. Ein vorschnelles, d.h. nicht an die hierfür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen gebundenes Verleihen dieses Status durch die EU würde die Fähigkeit der europäischen Stahlindustrie, künftig rasch und effektiv gegen Dumping aus China vorzugehen, entscheidend schwächen (Bild 10). Zudem würden sich ohnehin bestehende Wettbewerbsnachteile vergrößern, sollte China nur von der EU, nicht aber von anderen größeren Wirtschaftsregionen der Welt, wie z.B. den USA, als Marktwirtschaft anerkannt werden.

Um nicht missverstanden zu werden: Die Stahlindustrie in Deutschland spricht sich seit jeher für einen freien und fairen internationalen Handel aus. Die Unternehmen unterstützen auch deshalb die Initiative des BDI zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership). In der EU sind für den Stahlmarkt bereits seit 2004 alle Importzölle abgeschafft. Doch gibt es für stahlverarbeitende Branchen wie die Automobilindustrie und dem Maschinenbau durch das TTIP wichtige Wachstumsimpulse, die auch der Stahlindustrie zu Gute kommen dürften. So erreichte der Handel mit stahlhaltigen Gütern (indirekter Stahlhandel) im Jahr 2013 mit einem Exportvolumen von rund 2,2 Millionen Tonnen in etwa das 3,5-fache der direkten Stahllieferungen (Bild 11). Dies ist Ausdruck starker stahlbasierter Wertschöpfungsketten in Deutschland.

Die digitale Transformation der Wirtschaft ist ein zentrales Thema der Messe. In Hannover zeigt sich gerade, welche zusätzliche Dynamik die Industrie durch die neuen Informationstechnologien gewinnen kann. Gleichzeitig belegt sie auch, wie unverzichtbar die Verbindung zu den industriellen Prozessen ist, um neue Wachstumspotentiale zu entwickeln. Auch für die komplexeren Wertschöpfungsnetzwerke bleiben innovative Werkstoffe wie Stahl weiterhin eine unverzichtbare Basis. Die Stahlunternehmen in Deutschland sind auch bei Industrie 4.0 hoch engagiert. Das umfasst Themen von der Auftragsabwicklung und Vorratshaltung bis zur Qualitätsprüfung und Optimierung bei Prozessen und Produkten. Die digitale Transformation könnte gerade durch die Verbindung der klassischen Industriesektoren mit den Informationstechnologien die ohnehin schon engen Liefer- und Innovationsverflechtungen in den Wertschöpfungsketten vertiefen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Industrieverbundes insgesamt weiter stärken. 

Sorge über Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen in Italien

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hat am Freitag bei der Europäischen Kommission formell Beschwerde gegen die Subventionen eingereicht, mit denen der italienische Staat Ilva in Taranto, das größte Stahlwerk Italiens und Europas (Bild 12), unterstützt hat bzw. noch unterstützen will. Die Bedeutung dieses Falls und seine möglichen negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb in der Europäischen Union können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die finanziellen Hilfen belaufen sich nach Informationen auf etwa 2 Milliarden Euro. Sie stammen aus Kassen, die dem Staat zuzurechnen bzw. von den Justizbehörden zuvor bei der Eigentümerfamilie beschlagnahmt worden sind.

Die Subventionen haben zum Ziel, Ilva wieder wettbewerbsfähig zu machen, d. h. die Verbindlichkeiten zu bedienen, die unterlassenen Investitionen für den Umwelt- und Gesundheitsschutz nachzuholen, sowie die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Es handelt sich um Betriebsbeihilfen, die nach dem europäischen Beihilferecht verboten sind. Die Europäische Kommission hat sich bei der Reform des Beihilferechts 2014 erneut dazu bekannt, dass Betriebsbeihilfen, sei es auch in der Form von Regionalbeihilfen oder Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen, Unternehmen der Stahlindustrie nicht gewährt werden dürfen. Die Kommission stellt fest: „Angesichts der erheblichen in Europa und weltweit bestehenden Überkapazitäten sind staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Stahlunternehmen in Schwierigkeiten nicht gerechtfertigt.“

Die Stahlindustrie hat in den achtziger und neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts leidvolle Erfahrungen mit unzulässigen Beihilfen, also mit einem von öffentlichen Kassen gespeisten Subventionswettlauf, gemacht, der den Wettbewerb vollständig verzerrt hat (Bild 13). Dazu darf es nicht mehr kommen. Betriebsbeihilfen sind unter allen Umständen zu unterbinden, erst recht, wenn es sich um ein Stahlunternehmen von der Größe des Werks in Taranto handelt. Das Stahlunternehmen hat offenbar notwendige Investitionen unterlassen. Nun darf der Staat nicht einspringen. Gerade den Stahlunternehmen in Deutschland ist es vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung wichtig, dass sich vergangene Fehler nicht wiederholen und der Anpassungsprozess markt- und unternehmensgetrieben ist. 

Energie- und Klimapolitik

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat vor kurzem Eckpunkte für die künftige Gestaltung des Strommarktes vorgelegt. Aus Sicht der Stahlindustrie ist es sehr zu begrüßen, dass sich das Ministerium darin gegen die Idee eines Kapazitätsmarktes – in dem das bloße Vorhalten von Kraftwerksleistung honoriert würde, um die Unterauslastung fossiler Kraftwerke auszugleichen – ausspricht und stattdessen auf eine Weiterentwicklung des bestehenden Strommarktes setzt. Der Stahlindustrie ist an einer hohen Versorgungssicherheit gelegen.  Mit der Einführung von Kapazitätsmärkten würde jedoch ein neues Subventionsfass zu Lasten der Verbraucher geöffnet, das sich erheblich auch auf die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Industrien wie Stahl auswirken würde.

Äußerst kritisch sehen wir auch den Vorschlag, für Kraftwerke oberhalb einer Freigrenze eine nationale Abgabepflicht von Emissionsrechten einzuführen. Auf diese Weise soll im Stromsektor die im Aktionsprogramm Klimaschutz vorgesehene zusätzliche Reduzierung der Emissionen um 22 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden. Zum einen handelt es sich hierbei um einen verzerrenden nationalen Eingriff in das europäisch harmonisierte Handelssystem. Zum anderen ist durch die Belastung der Kraftwerke aus unserer Sicht mit deutlichen Strompreissteigerungen zu rechnen, mit Auswirkungen auch auf die stromintensiven Prozesse der Stahlindustrie. Schließlich ist auch dringend vor der Gefahr von Schäden für die industrielle Eigenstromerzeugung zu warnen. Die in der Stahlindustrie übliche, ökologisch sinnvolle Stromerzeugung aus Kuppelgasen, die bereits durch den europäischen Emissionsrechtehandel ungerechtfertigt zum Kauf von Zertifikaten verpflichtet wird,  darf nicht auf nationaler Ebene zusätzlich mit Kosten belastet werden. Das hätte erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb zur Folge.

Bei der Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes im vergangenen Jahr wurden die Belastungsbegrenzungen der energieintensiven Industrien von der EEG-Umlage trotz Brüsseler Intervention glücklicherweise weitgehend erhalten – der Bestandsschutz für die Eigenstromerzeugung bleibt hingegen bedroht. Das novellierte EEG sieht vor, dass die Bundesregierung die Regelung für den Bestandsschutz der Eigenstromerzeugung bis zum Jahr 2017 überprüft und anschließend einen Vorschlag für eine Neugestaltung vorlegt. Dies geht auf eine Forderung der EU-Kommission zurück. Zu einer Belastung der industriellen Eigenstromerzeugung darf es jedoch nicht kommen. Die in der Stahlindustrie übliche Stromerzeugung aus Restgasen und Restenergien spart den Einsatz von Primärbrennstoffen. Müsste die volle Umlage bezahlt werden, liefe das auf Mehrkosten von 600 Millionen Euro im Jahr hinaus; doch auch eine nur anteilige Belastung mit 20 oder 40 Prozent wäre mit Zusatzbelastungen von 120 bis 240 Millionen Euro im Jahr verbunden. Dies wäre nicht nur eine erhebliche Bedrohung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch eine Bremse für Energieeffizienz in der Stahlindustrie.

Besorgnis lösen in der Stahlindustrie schließlich auch die Debatten zur künftigen Ausgestaltung des europäischen Emissionsrechtehandels aus. Gegenwärtig verhandeln der Rat der EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament über die Einführung einer Markstabilisierungsreserve. CO2-Zertifikate sollen aus dem Umlauf genommen und dieser Reserve zugeführt werden. Dadurch soll eine Reduzierung der Emissionsrechte erreicht und somit der CO2-Preis in die Höhe getrieben werden. Ab dem Sommer dieses Jahres werden darüber hinaus erste Vorschläge für die Neugestaltung der Emissionshandelsrichtlinie ab 2021 erwartet.

Werden die heutigen Regelungen über 2020 hinaus fortgeführt, droht der Stahlindustrie bis 2030 eine Verringerung der Zuteilung um über 40 Prozent. Das hätte  massive Zusatzkosten von bis zu über einer Milliarde Euro im Jahr allein für die Stahlindustrie in Deutschland zur Folge (Bild 14). In einem solchen Szenario wäre eine wettbewerbsfähige Stahlproduktion nicht mehr möglich. Der europäische Emissionsrechtehandel muss für die im internationalen Wettbewerb stehenden Industrien wie Stahl über 2020 hinaus so gestaltet werden, dass die Auflagen zur CO2-Minderung realistisch erreichbar sind und die effizientesten Anlagen nicht durch zusätzliche Kosten belastet werden. Dies entspräche auch dem, was der Europäische Rat im Oktober zum Emissionshandel beschlossen hat. Die Stahlindustrie appelliert an Bundesregierung und die europäischen Institutionen, in diesem Sinne die Carbon Leakage-Regelung neu zu justieren und bereits einen Beschluss zur Marktstabilisierungsreserve mit einem entsprechenden Auftrag an die EU-Kommission zu verbinden.

Zusammenfassung

Die Stahl-Mengenkonjunktur in Deutschland ist in der Tendenz aufwärts gerichtet. Die Rohstahlproduktion wird 2015 um rund 1 Prozent auf 43,3 Millionen Tonnen steigen. Die Kapazitätsauslastung lag im ersten Quartal mit knapp 90 Prozent auf einem erneut hohen Niveau. Belastungen kommen weiterhin vor allem von den chinesischen Stahlexporten, die zu Jahresbeginn 2015 erneut angestiegen sind. Zudem droht im Zuge der Verstaatlichung des italienischen Stahlunternehmens Ilva der Wettbewerb auf dem EU-Stahlmarkt verzerrt zu werden. In der Energie- und Klimapolitik befürchtet die Stahlindustrie neue Verschärfungen des Emissionshandels und Kostenbelastungen für die ökologisch vorteilhafte Eigenstromerzeugung.

Rückfragen

Beate Brüninghaus
Telefon: + 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

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