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Stahlindustrie besorgt über Güterverkehrsstreik

6. November 2014

Kosten in zweistelliger Millionenhöhe entstehen

„200.000 Tonnen Rohstoffe und Stahl werden täglich für die Stahlindustrie in Deutschland über die Bahn transportiert“, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, am Rande des Stahltages in Düsseldorf. Die Stahlindustrie in Deutschland ist sowohl bei der Sicherstellung der Versorgung mit Rohstoffen wie Erz, Kohle und Schrott als auch beim Versand von Fertigprodukten wie z.B. Coils, Blechen, Drahtbunden oder Brammen in hohem Maße auf den Schienenverkehr angewiesen. Über 50 Prozent der Transportmengen werden über die Schiene befördert. DB Schenker Rail sei für die Stahlunternehmen der mit Abstand wichtigste Transportdienstleister auf der Schiene.

Die Stahlindustrie ist der größte Güterverkehrskunde der Deutschen Bahn. Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, hat Zweifel, ob die GDL „genügend Verantwortungsbewusstsein“ besitze. Sie nehme es bewusst in Kauf, eine Branche wie die Stahlindustrie an den Rand des Stillstandes zu bringen. „Wenn eine Schlichtung abgelehnt wird, dann habe ich den Eindruck, es wird keine Lösung gesucht, sondern der Konflikt geschürt“, sagte Ingo Kramer in seiner Rede auf der Eröffnungssitzung des Stahltages.

„Ein 5-Tage-Streik im Schienengüterverkehr ist von den Stahlunternehmen nicht aufzufangen. Die Deutsche Bahn befördert für die Stahlindustrie in Deutschland ca. 65 Millionen Tonnen im Jahr“, sagte Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Ein kurzfristiges Ausweichen auf andere Verkehrsträger sei nur sehr eingeschränkt möglich. „Daher geben die Streiks auf der Schiene Anlass zu größter Sorge. Es entstehen erheblicher wirtschaftlicher Schaden und Zusatzkosten in zweistelliger Millionenhöhe“, so Hans-Joachim Welsch.

Rückfragen

Beate Brüninghaus
Wirtschaftsvereinigung Stahl
Telefon:+ 49 211 6707-115 oder -116
E-Mail: beate.brueninghaus@stahl-zentrum.de

Download

Pressemitteilung WV Stahl vom 06.11.2014 (.pdf)