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Hintergrundmaterial

Themenpapier:
150 Jahre Stahlinstitut VDEh - Eine Auswahl-Chronik

Themenpapier:
Geschichte der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Themenpapier:
Geschichte der Eisenhüttentechnik

Termine

19. November 2017
IndustrieFilm Ruhr:
Vom Stahl zur industriellen Vielfalt an Rhein und Ruhr

Links

Stahl erleben – Gestern und Heute

Stahl ist überall. Seine Industrie ist Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Der Werkstoff findet unzählige verschiedene Anwendungen – von der filigranen Zahnspange bis hin zum massiven Schiffsrumpf. Eine Welt ohne Stahl? Das ist nicht vorstellbar. Doch die Wenigsten wissen, was hinter dem Werkstoff steckt und was ihn so besonders macht. Auf diesen Seiten finden Sie, wie Stahl und seine Industrie entstanden sind, welche Rolle das Stahlinstitut VDEh und die Wirtschaftsvereinigung Stahl dabei spielten und wo Sie den Werkstoff bei seiner Entstehung und Produktion entdecken können. Auch über den kreativen Umgang mit Stahl in Kunst und Architektur finden Sie an dieser Stelle Informationen.

Stahl – Werkstoff und Industrie schreiben Geschichte

Hochofen bei Nacht RogesaDie Eisen- und Stahlindustrie ist weltweit einer der bedeutendsten und der Tradition nach ältesten Produktionszweige. Seit vor etwa 3000 Jahren das Metall Eisen zu einer materiellen Grundlage der menschlichen Kultur und Zivilisation geworden ist, wurden die technischen Hilfsmittel zur Gewinnung des Eisens aus den Erzen weiterentwickelt. Gleichgeblieben ist die Problemstellung: mit Hilfe von Energie durch eine Kombination von Techniken den Rohstoff Eisenerz für die wirtschaftliche Anwendung nutzbar zu machen. Die frühzeitlich genutzten Rennöfen sind mit der industriellen Entwicklung großen Anlagen gewichen, in denen in Deutschland rund 43 Millionen Tonnen Rohstahl pro Jahr (2014) produziert werden. (Mehr zur Geschichte der Stahlerzeugung im Themenpapier „Geschichte der Eisenhüttentechnik“ (.pdf))

Das Stahlinstitut VDEh begleitet die industrielle Eisen- und Stahlerzeugung seit ihren Anfängen. Die Ziele sind heute, wie auch vor über 150 Jahren dieselben: Weiterentwicklung der Stahltechnologie und des Werkstoffs Stahl mit seinen rund 2400 Güten. Im Mittelpunkt dabei stehen Gemeinschaftsforschung und Erfahrungsaustausch.

Die Geschichte des Stahlinstituts VDEh – Meilensteine

1860/61
Auf Initiative von Leopold Hoesch, Jakob Kocher und Reiner Daelen wird der Technische Verein für Eisenhüttenwesen in Düsseldorf gegründet. Nach einem Gründungsaufruf im Oktober 1860 und vorbereitenden Sitzungen wird am 14. Dezember 1860 die Satzung verabschiedet. Dies gilt als Gründungstag. Der Verein hat 25 Mitglieder. Die Versammlung wählt Leopold Hoesch zu ihrem ersten Vorsitzenden. Im Folgejahr gliedert sich der Technische Verein dem Verein deutscher Ingenieure (VDI) als Zweigverein an.

1880
Trennung des Technischen Vereins vom VDI und Neugründung als selbstständiger Fachverein unter dem Namen Verein deutscher Eisenhüttenleute (VDEh). Der Verein hat 315 Mitglieder.

1881
Gründung der Zeitschrift Stahl und Eisen als Monatszeitschrift im Kommissionsverlag der Druckerei August Bagel. Die erste Ausgabe erscheint im Juli 1881.

1905
Als eine der ersten öffentlichen technischen Fachbibliotheken Deutschlands wird die Bibliothek des VDEh gegründet.

1907
Der Hochofenausschuss wird als erster Fachausschuss gegründet. Der Stahlwerksausschuss (1911), der Chemikerausschuss (1911) und der Walzwerksausschuss (1913) folgen.

1917
Gründung des Kaiser-Wilhelm-Instituts (KWI) für Eisenforschung. Zum ersten Direktor wird Fritz Wüst ernannt. 1948 firmiert das KWI in das Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) um.

1968
Gründung des Betriebsforschungsinstituts als Nachfolger der 1919 gegründeten Wärmestelle beim VDEh.

1986
Umzug vom denkmalgeschützten Eisenhüttenhaus in der Breite Straße 27 in das neue Verwaltungsgebäude in der Düsseldorfer Sohnstraße in unmittelbarer Nachbarschaft des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung.

1971
Der Umweltausschuss wird gegründet, nachdem sich seit 1953 diverse Fachgremien zunehmend mit Fragen des Umweltschutzes befassten. Seit 1990 wird er als gemeinsamer Umweltausschuss von Wirtschaftsvereinigung Stahl und VDEh geführt.

1997
Wirtschaftsvereinigung Stahl und der VDEh veranstalten im November 1997 erstmals eine gemeinsame Jahrestagung. Sie folgen damit dem im gleichen Jahr gefassten Beschluss, die Gemeinschaftsaufgaben beider Verbände zusammenzuführen.

2003
Umbenennung des VDEh in Stahlinstitut VDEh.

(Mehr zur Geschichte des VDEh in der Auswahl-Chronik „150 Jahre Stahlinstitut VDEh“ (.pdf))

Die Geschichte der Wirtschaftsvereinigung Stahl

Als 1874 in Berlin der Verein Deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller gegründet wurde, sah sich die Stahlwirtschaft mit großen Herausforderungen konfrontiert. Unter der großen Depression litt die gerade erst wachsende Stahlindustrie besonders. Zudem begann die Reichsregierung damit, die Zölle auf Stahl- und Eiseneinfuhren schrittweise abzuschaffen. Deshalb beschlossen die Unternehmer, ihre Interessen gebündelt zu vertreten und gründeten den Vorläufer der heutigen Wirtschaftsvereinigung Stahl.

(Mehr zur Geschichte der Wirtschaftsvereinigung Stahl (.pdf))

„Auf den Spuren der Stahlherstellung“ >