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Ansprechpartner

Dipl.-Volksw.
Roderik Hömann

Leiter
Energie und Klima

Tel.: +49 (0) 30-23 25 546-10
Fax: +49 (0) 30-23 25 546-90
E-Mail: hier klicken

Statements

„Stahl ist der Baustoff der Energiewende. Ich möchte, dass das so bleibt und dass dieser Stahl auch in Zukunft in Deutschland produziert wird."

Peter Altmaier,
Chef des Bundeskanzleramtes

„Die Wettbewerbsfähigkeit der stromintensiven Industrie ist für die Automobilindustrie wichtig - auch wenn unsere Unternehmen selbst nicht dazugehören. Wir brauchen die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland."

Matthias Wissmann,
Präsident des VDA

„Es ist unsere Pflicht, das EEG zu reformieren, denn die Zukunft des Strompreises entscheidet über industrielle Ansiedlung - wir können nicht länger abwarten.“

Dr. Michael Fuchs,
Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Aktuelles

Neu Icon Stellungnahme zum Entwurf der TA Luft

Neu Icon Stellungnahme zum Entwurf zur Überarbeitung des UVP Rechts

Neu Icon Positionen zum Klimaschutzplan 2050

Stellungnahme zum Verpackungsgesetz

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016

Stellungnahme zum Entwurf der 42. Verordnung zur Durchführung des Bundes­imissions­schutzgesetzes (42. BImSchV)

Berichte/Studien

Neu Icon Stahl - Der Nachhaltigkeit verpflichtet

Stahl und Nachhaltigkeit -
13. Bericht, November 2015

CO2-Bilanz Stahl - Ein Beitrag zum Klimaschutz (BCG)

Ökobilanz nach ISO 14040/44 für das Multirecycling von Stahl

Hintergrundmaterial

Themenpapier: Energiewirtschaft

Links

Energie

Die Stahlindustrie als energieintensive Branche


Neue Internetplattform zum Thema „Energieeffizienz“ gestartet: http://effizienz-mit-stahl.de/


Die Produktion von Stahl ist energieintensiv. Die Stahlindustrie in Deutschland ist fortwährend bestrebt, ihre Energieeffizienz zu steigern, und ist hier Spitze im internationalen Vergleich. Sie ist jedoch auf wettbewerbsfähige Strompreise angewiesen.

Die Stahlindustrie gehört zu den besonders energieintensiven Branchen. Im Hochofen werden Koks und Kohle zur chemischen Reduktion von Eisenerz zu Roheisen eingesetzt. Mit Erdgas werden die Wärm- und Wärmebehandlungsöfen beheizt. Strom ist in den Elektrolichtbogenöfen zur Umschmelzung von Schrott in neuen Stahl erforderlich, aber auch für den Antrieb der Walzwerke. Rund 22 Terawattstunden bezieht die Stahlindustrie jedes Jahr an Strom. Dies sind 9% des industriellen Verbrauchs und 4% des Gesamtverbrauchs in Deutschland. Der Erdgasbezug liegt bei 27 Terawattstunden im Jahr.

Internationale Spitze in der Energieeffizienz

Angesichts der hohen Bedeutung der Energiekosten sind die Stahlunternehmen fortwährend bestrebt, ihre Energieeffizienz zu verbessern. Die Einführung zertifizierter Energiemanagementsysteme ist weit vorangeschritten. Die Branche hat ihren Primärenergieverbrauch je Tonne von 1960 bis 2012 um 39,2% auf 17,9 Gigajoule verringert. Zusammen mit Japan ist die Stahlindustrie in Deutschland bei der Energieeffizienz internationale Spitze, zumal gegenüber Konkurrenten in den aufholenden Schwellenländern wie China und Russland.

Kuppelgase werden im Energieverbund genutzt

Eine Besonderheit der Stahlindustrie ist die intensive Nutzung von Kuppelenergien. Die in der Kokerei, am Hochofen und im Oxygenstahlwerk unvermeidlich entstehenden Prozessabgase – Koksofengas, Hochofengas und Konvertergas – werden im Energieverbund des Hüttenwerkes in anderen Anlagen zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Dadurch werden fossile Brennstoffe eingespart und CO2-Emissionen vermieden.

Erschwerte Energieeffizienz durch prozessbedingte Grenzen

Die Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen wird für die Unternehmen jedoch zunehmend schwieriger und teurer. Zum einen stoßen die Verbrauchsminderungen in Hochofen und Elektrostahlwerke mittlerweile an prozessbedingte Grenzen. Zum anderen treten zunehmend auch gegenläufige Effekte auf, die den Energieverbrauch bezogen auf die Produkteinheit wieder erhöhen. Hierzu zählen Umweltschutzvorgaben, erhöhte Produkt­anforderungen, abnehmende Rohstoffqualitäten oder Mehraufwendungen bei der Rohstoffgewinnung.

Steigende Stromkosten gefährden Wettbewerbsfähigkeit

Durch die Energie- und Klimapolitik sind die Stromkosten der Stahlindustrie in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Dafür sind vor allem die zunehmenden Kosten der erneuerbaren Energien verantwortlich, sowie die Auswirkungen des seit 2005 in Kraft getretenen Emissionsrechtehandels. Solche Belastungen gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Schon heute liegen die Strompreise in Deutschland innerhalb Europas mit am höchsten. In vielen Ländern wie beispielsweise in Frankreich oder Italien sind gerade für energieintensive Industrien spezielle Tarifsysteme in Kraft, die zu einem weit niedrigeren Preisniveau führen. Belastungsbegrenzungen, wie die besondere Ausgleichsregelung im Erneuerbare Energien-Gesetz sind für die Stahlindustrie daher unverzichtbar.