Themen

Themen

Twitter

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Dipl.-Volksw.
Roderik Hömann

Leiter
Energie und Klima

Tel.: +49 (0) 30-23 25 546-10
Fax: +49 (0) 30-23 25 546-90
E-Mail: hier klicken

Energieeffizienz in der Stahlindustrie

Stahl: Energieeffizient in Prozess und Produkt

Effizienz ist ein bedeutendes Thema – auch für die Stahlindustrie in Deutschland. Durch eine Vielzahl von Anstrengungen ist es gelungen, den Werkstoff Stahl energieeffizienter zu produzieren und durch ständige Weiterentwicklung auch Produkte hervorzubringen, die durch ihre Anwendung eine höhere Energieffizienz sichern.

„Effizienz“ findet sich in vielen Bereichen, wie Produktion, Umweltökonomie, Informatik oder auch Statistik. Sie beschreibt das Erreichen eines gewünschten Nutzen bei möglichst geringem Einsatz und Aufwand. Für die Stahlindustrie ist Effizienz in zwei Bereichen besonders wichtig: Zum einen ist die Stahlindustrie in Deutschland bereits seit vielen Jahren bestrebt, Ressourcen effizient zu nutzen, nicht zuletzt aufgrund des nicht vorhandenen unmittelbaren Zugangs zu den für die Stahlherstellung benötigten Rohstoffen. Zum anderen rückt das Thema Energieeffizienz, in Zeiten, in denen Energiekosten ein maßgeblicher Standortfaktor sind, verstärkt in den Fokus der Stahlindustrie in Deutschland.

Energieeffizienz in der Stahlindustrie

Die Bemühungen, den Werkstoff Stahl energieeffizienter zur produzieren, haben dazu geführt, dass der spezifische Primärenergieverbrauch in Bezug auf die Rohstahlerzeugung in den letzten 20 Jahren um 13 Prozent von 20,56 Gigajoule im Jahr 1990 auf 17,88 Gigajoule je Tonne Rohstahl im Jahr 2012 gesunken ist. Dabei sind die nachfolgenden Fertigungsschritte noch nicht berücksichtigt. Durch Einbeziehung warmgewalzter Stahlfertigerzeugnisse, nahtloser Stahlrohre und Schmiedefertigungserzeugnissen wird neben dem Reduktionsmittel- und Energieeinsatz für die Rohstahlerzeugung auch die Effizienzsteigerung für den Bereich der Weiterverabeitung berücksichtigt. In Bezug auf die Stahlfertigprodukte verringerte sich der spezifische Primärenergieverbrauch somit um rund 19 Prozent von 24,38 Gigajoule im Jahr 1990 auf 19,72 Gigajoule je Tonne Stahl im Jahr 2012.

Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Logo Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Logo der Inititative Energieeffizienz-Netzwerke
(© Initiative Energieeffizienz-Netzwerke)

Die Stahlindustrie in Deutschland ist sich ihrer Verantwortung für Ressourcenschonung und Umweltschutz bewusst und hat daher im Dezember 2014, zusammen mit weiteren Branchen- und Spitzen­verbänden, eine „Vereinbarung über die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken“ zwischen der Industrie und der Bundesregierung mitunterzeichnet. Gesamtziel ist es, 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke zu initiieren um somit bis Ende 2020 rund 75 Petajoule oder fünf Millionen Tonnen Treibhausgase einzusparen. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl und das Stahlinstitut VDEh ermöglichen ihren Mitgliedern einen systematischen Erfahrungsaustausch und unterstützen die Gründung von Energieeffizienz-Netzwerken.

 

Weitere Informationen zum Thema Stahl und Energieeffizienz und zur Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unter www.effizienz-mit-stahl.de