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Ansprechpartner

Dipl.-Volksw.
Roderik Hömann

Leiter
Energie und Klima

Tel.: +49 (0) 30-23 25 546-10
Fax: +49 (0) 30-23 25 546-90
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Statements

„Stahl ist ein unverzichtbarer Werkstoff für die Industrie. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist nur mit Stahl möglich. Durch Stahl wird mehr als sechsmal soviel CO2 eingespart, wie bei dessen Produktion ausgestoßen wird.“

Dr. Heinrich Hiesinger,
Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG

Hintergrundmaterial

Klimaschutz mit Stahl - Politische Positionen und Beitrag der Stahlindustrie in Deutschland
(Mai 2015)

"Mehr Realismus notwendig" - Beitrag zum Europäischen Emissionsrechtehandel im Magazin "Perspektiven mit Stahl"
(November 2014)

"Das Ganze im Blick behalten" - Beitrag zur Vereinbarkeit von Effizienz-, Energie- und Klimazielen im Magazin "Perspektiven mit Stahl" (November 2014)

„Energieverbrauch und CO2-Emissionen industrieller Prozesstechnologien - Einsparpotenziale, Hemmnisse und Instrumente“ (Stellungnahme zur Studie des Fraunhofer Instituts)

Aktuelles

Neu Icon Stellungnahme zum Entwurf der TA Luft

Neu Icon Stellungnahme zum Entwurf zur Überarbeitung des UVP Rechts

Neu Icon Positionen zum Klimaschutzplan 2050

Stellungnahme zum Verpackungsgesetz

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016

Stellungnahme zum Entwurf der 42. Verordnung zur Durchführung des Bundes­imissions­schutzgesetzes (42. BImSchV)

Berichte/Studien

Neu Icon Stahl - Der Nachhaltigkeit verpflichtet

Stahl und Nachhaltigkeit -
13. Bericht, November 2015

CO2-Bilanz Stahl - Ein Beitrag zum Klimaschutz (BCG)

Ökobilanz nach ISO 14040/44 für das Multirecycling von Stahl

Links

Klimaschutz

Stahl ist für eine emissionsarme Welt unverzichtbar

Die Stahl­industrie steht als Basisindustrie zu ihrer Verantwortung für den Klimaschutz. Als Konstruktions­werkstoff Nummer 1 ist Stahl für eine emissionsarme Welt unverzichtbar.

Leichte Autokarosserien, energieerzeugende Funktions­fassaden, langlebige Infrastruktur und effiziente Energie­übertragungs­systeme sind nur einige Beispiele dafür, wie innovativer Stahl dem Klima hilft. Ohne Stahl dreht sich kein Windrad und fährt kein Elektroauto. Kontinuierliche Werkstoffentwicklung und Forschung sorgen dafür, dass die klimafreundlichen Eigenschaften des Stahls stets weiter verbessert werden.

Bis 2030 werden in der EU die CO2-Ersparnisse durch innovative Stahlanwendungen insgesamt höher ausfallen, als die Gesamtemissionen der Branche, wie die Boston Consulting Group ausgerechnet hat. Stahl ist auch aufgrund der ausgezeichneten Ökobilanz der Werkstoff der Wahl bei Mobilität und urbaner Infrastruktur. Beim Stahlrecycling werden Emissionen eingespart – über sechs Stahl-Lebenszyklen ist es eine Tonne CO2. In Deutschland wird knapp die Hälfte des Rohstahls aus Alt-Stahl erschmolzen.

Zukunft durch Technologie

Die Hochöfen in Deutschland wurden in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert und arbeiten nun sehr nahe am Betriebsoptimum. Auf Basis des Kohlenstoffeinsatzes liegen die CO2-Emissionen nur 2,7 Prozent über diesem Optimum. Damit ist das CO2-Einsparpotenzial an Hochöfen in Deutschland verschwindend gering. Die naturwissenschaftliche Grenze ist erreicht. (Quelle: Hochofenausschuss des Stahlinstituts VDEh)

Die Hochöfen in Deutschland wurden in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert und arbeiten nun sehr nahe am Betriebsoptimum. Auf Basis des Kohlenstoffeinsatzes liegen die CO2-Emissionen nur 2,7 Prozent über diesem Optimum. Damit ist das CO2-Einsparpotenzial an Hochöfen in Deutschland verschwindend gering. Die naturwissenschaftliche Grenze ist erreicht.
(Quelle: Hochofenausschuss des Stahlinstituts VDEh)

Bei der Reduktion von Eisenerz mit Kohlenstoff entsteht zwangsläufig CO2. Der Kohlenstoffeinsatz der Stahl­industrie in Deutschland ist in der Vergangenheit massiv gesunken und erreicht heute das natur­wissenschaftliche Minimum (Abbildung 1). Die CO2-Senkungs­potenziale sind demnach verschwindend gering. Die Branche forscht aber an neuen Verfahren, mit denen das anfallende CO2 gespeichert und genutzt werden kann. Es ist ein langer und ergebnisoffener Prozess. Die Aussichten, solche Verfahren im industriellen Maßstab anzuwenden, hängen von vielen Faktoren ab, u.a. von den Forschungsspielräumen, von den Energiekosten, von der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Wettbewerbsfähigkeit der neuen Technologien zu weltweit etablierten Prozessen.

Effektiver Klimaschutz – global und verbindlich

Kein anderer Stahlstandort weltweit unterliegt einem mit dem EU vergleichbaren Emissionshandelsystem. Quelle: IW Consult, worldsteel

Kein anderer Stahlstandort weltweit unterliegt einem mit dem EU vergleichbaren Emissionshandelsystem.
Quelle: IW Consult, worldsteel

Klimaschutz wird nur dann gelingen, wenn sich alle CO2-Emittenten zu einem gemeinsamen und verbindlichen Regelwerk bereitfinden. Es ist nicht absehbar, dass dies im Rahmen der internationalen Klimakonferenz in Paris (COP21) erreicht werden kann.

Dabei ist ambitionierter Klimaschutz nur dann industriell umsetzbar und effektiv, wenn alle Industriestandorte – darunter die Standorte der Stahl­industrie – vergleichbaren CO2-Auflagen und Kosten unterliegen. Sonst besteht die Gefahr, dass klimapolitische Instrumente sich einseitig auf die Produktionskosten auswirken und den internationalen Wettbewerb verzerren. Solange die EU einen klimapolitischen Alleingang wählt, muss sie den Emissionsrechtehandel so gestalten, dass eine wettbewerbsfähige Stahlproduktion in Europa möglich bleibt.