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Dipl.-Ing.
Karsten Letz

Leiter Anlagentechnik

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Informationsbereich Technik und Bibliothek

Anlagentechnik

Prozesse beobachten – Instandhaltung planen

Produktionsanlagen der Stahlindustrie werden häufig an ihrer Auslastungsgrenze betrieben. In der Folge kann es zu einem vermehrten Störungsgeschehen kommen. Daraus resultiert der Bedarf, den Zustand von Anlagen, insbesondere von kritischen Bauteilen, möglichst genau zu ermitteln, um die Informationen in die Instandhaltungsstrategie einfließen zu lassen. Lösungsansätze bieten hier Condition-Monitoring-Systeme.

Fluidtechnik in der Hydraulik

Technische Anwendung findet die Fluidtechnik in der Hydraulik. Etwa in den 50er-Jahren fand sie Eingang in die Schwerindustrie. Sie entwickelte sich zum Motor der Antriebs- und Automatisierungstechnik in mobilen Maschinen und industriellen Anwendungen. Heute sind Anlagen der Stahlindustrie ohne Hydraulik nicht mehr vorstellbar. Hydraulische Antriebe und Steuerungen finden sich über den gesamten Produktionsprozess von der Kokerei bis hin zur Weiterverarbeitung, aber auch in Maschinen und Anlagen der Nebenbetriebe.

Reibung verringern – Ressourcen schonen

Die Tribologie (Lehre von der Reibung) untersucht die Abhängigkeiten von Reibung, Verschleiß und Schmierung. Reibung und somit Verschleiß tritt an einer Vielzahl von Maschinenelementen wie Lagern, Führungen, Getrieben, Motoren usw. auf. Verringerung von Reibung durch geeignete Schmierstoffe bedeutet größere Lebensdauer von Bauteilen, geringerer Energieeinsatz für Bewegungen und somit Einsparung von Kosten. Die deutsche Stahlindustrie bezieht pro Jahr ca. 15000 t Öle und Fette, was einem Gesamtvolumen von ca. 18 Mio. € entspricht. Für die Sicherung der gesetzten Qualitätsforderungen werden die bezogenen Produkte umfangreichen Prüfungen und Laboruntersuchungen unterworfen. Heutige Entwicklungen zielen auf die Optimierung des gesamten Tribosystems und auf neue verbesserte Schmierstoffe. Generelle Trends sind höhere Einsatztemperaturen, verringerte Reibung, höhere Einsatzdauer und geringere Kosten.

Krananlagen: Kraftpakete der Stahlindustrie

Mit einem Coil Kran werden Blechrollen innerhalb des Werkes transportiert

Mit einem Coil Kran werden Blechrollen innerhalb des Werkes transportiert.

In allen Bereichen der Stahlproduktion sind die verschiedensten Ausprägungen von Kranen anzutreffen, angefangen vom einfachen Ladekran bis hin zum Gießkran im Stahlwerk mit Tragfähigkeiten bis ca. 600 t und Höchstanforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Je nach Einsatzort und Transportaufgabe unterscheiden sich die Lastaufnahmemittel. Für die Stahlindustrie sind typisch: Zange (z. B. für Brammen, Knüppel), Haken (für Coils), Magnete sowie Greifer. Sehr viele Krane in der Stahlindustrie stammen bereits aus den 60er- und 70er-Jahren. Über ihre Lebensdauer haben diese Krane daher mehrere Modernisierungen erfahren.

Durch Anlagenmanagement Ressourcen schonen und Nutzen maximieren

Die Instandhaltung und Weiterentwicklung der Anlagen zur Stahlerzeugung, Umformung und Weiterverarbeitung sind ein wesentlicher Träger der Wertschöpfung in den Unternehmen der Stahlindustrie. Dabei steuert die Anlagentechnik vorhandene Ressourcen in einem komplexen Umfeld und folgt den Prinzipien der Ressourcenschonung und Nutzenmaximierung. Die weitere Gewinnung von Prozess-, Anlagen- und Produktdaten erweitert das Handlungsspektrum der Anlagentechnik erheblich. Dabei befindet sie sich aber auch zukünftig in dem klassischen Zielkonflikt zwischen steigenden Anforderungen an Qualität und Anlagenverfügbarkeit sowie wachsendem Kostendruck. Daher sieht sich die Anlagentechnik zukünftig vor folgenden Herausforderungen:

  • konsequente Nutzung neuer Technologien und Techniken
  • Weiterqualifizierung des Personals
  • Änderungen in der Organisation
  • zunehmende Komplexität des Anlagenbestandes
  • steigende Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit
  • Kostensenkung und Qualitätsverbesserung
  • Verbesserung von Instandhaltungsprozessen.