Themen

Themen

Twitter

Weitere Informationen

Ansprechpartnerin

Dipl.-Ing.
Ulrike Stellmacher

Leiterin Umformtechnik

Tel.: +49 (0) 2 11/6707-415
Fax: +49 (0) 2 11/6707-440
E-Mail: hier klicken

Informationsbereich Technik und Bibliothek

Links

Umformtechnik

Walzen von Langprodukten

Als Langprodukte werden Stabstahl, Walzdraht, Betonstahl und Profile wie Schienen, Spundbohlen, I-, H- und U-Profile bezeichnet.

Das Walzen erfolgt in auf die Produktgruppen spezialisierten Walzstraßen als da sind

  • Stabstahlstraßen
  • Drahtstraßen
  • kombinierte Stabstahl-Drahtstraßen
  • Profil- und Schienenwalzwerke
  • weitere Formstahlstraßen
Reduzier- und Maßwalz­block (Detail). (Quelle: GMH)

Als Vormaterial werden stranggegossene Knüppel bzw. endabmessungsnah gegossene Beam-Blanks, das sind Vorformen für Profile und Schienen, eingesetzt. Nach dem Erwärmen auf Walztemperatur wird das Vormaterial endzundert und in kalibierten Walzen mit möglichst wenigen Walzstichen auf den endgültigen Profilquerschnitt gewalzt. Die Walzprofile werden noch im Gerüst vermessen. Nach Abkühlung des Walzgutes schließen sich die Adjustage und weitere Prüfungen ggf. Richtprozesse sowie Verpackung und Versand an.

Schwerpunkte der Entwicklung der letzten Jahre waren:

  • das thermo-mechanische Walzen: Direkt aus der Walzhitze werden gezielt Werkstoffeigenschaften erzeugt.
  • das Free-Size-Rolling von Stabstahl: Es erlaubt das Walzen einer Vielzahl von Fertigabmessungen aus demselben Kaliber, nur durch die Walzenanstellung.
  • Träger- und Profilwalzung aus Beam-Blanks
  • steigender Automatisierungsgrad mit fortschreitender Entwicklung der Mess- und Regeltechnik

Blankstahl

Blankstahl stellt eine Weiterverarbeitungsstufe von warmgewalztem oder auch geschmiedetem Stabstahl und Draht dar. Er ist hauptsächlich für den direkten Einsatz bei den Kunden der Stahlindustrie in Automobil- und Maschinenbau vorgesehen. Daher werden sehr hohe Anforderungen an Maßgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Fehlerfreiheit gestellt.

Blankstahl wird mittels Schälen oder Ziehen hergestellt. Bei geschältem Blankstahl handelt es sich immer um Rundmaterial, das in der Regel einen Durchmesser größer oder gleich 14 Millimeter besitzt. Durch Ziehen lassen sich unterschiedliche Querschnitte abbilden.

Stabstahl

Blankstahl steht für Maßgenauigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Fehlerfreiheit.

Schälen ist ein spanendes Verfahren. Es unterscheidet sich vom Drehen dadurch, dass das Werkzeug, der Schälkopf um den Stab rotiert, während dieser durch den Schälkopf läuft. Durch die Spanabnahme ist die Oberfläche von geschältem Blankstahl frei von Oberflächenfehlern und dem Randentkohlungssaum.

Ziehen ist eine spanlose Kaltumformung. Das warmgewalzte entzunderte Vormaterial erhält in mehreren Ziehvorgängen sein endgültiges Profil. Gezogener Blankstahl ist in der Regel kaltverfestigt.

Nach dem Schälen bzw. Ziehen werden die Rundstäbe richtpoliert und die Profile gerichtet. Bei rundem Blankstahl schließen sich gegebenenfalls ein zusätzlicher Schleifprozess und die Bearbeitung der Enden mit Planen und Anfasen an.

Zum Schutz vor mechanischer Beschädigung und Korrosion wird Blankstahl für den Transport zum Kunden speziell verpackt.

Auf Grund der Vielfalt von Stahlsorten, Oberflächenausführungen, Längen, Toleranzen und Anarbeitungen können Blankstahlsortimente nicht selten mehrere Tausend Artikel umfassen.