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Ansprechpartner

Dipl.-Kfm.
Tobias Aldenhoff

Leiter
Außenhandel, Beschaffung und Betriebswirtschaft

Tel.: +49 (0) 2 11-6707-641
Fax: +49 (0) 2 11-6707-862
E-Mail: hier klicken

Daten und Fakten

Im Bereich Statistiken finden Sie zahlreiche Daten und Fakten zum deutschen Stahlaußenhandel

Hintergrundmaterial

Positionspapier der IndustrieAllianz für fairen Handel: "China - Keine vorschnelle Zuerkennung des Marktwirtschaftsstatus"

Studien

Die volkswirtschaftliche Bedeutung einer Grundstoff-
industrie am Beispiel der Stahlindustrie (RWI)

Die Stahlindustrie in Deutschland „Rückgrat des Industriestandorts Deutschland“ (booz&co.)

Links

Blickpunkt: Marktwirtschaftsstatus für China?

China ist seit 2001 Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) und drängt darauf, Ende 2016 automatisch als Marktwirtschaft anerkannt zu werden. Bis zu diesem Zeitpunkt möchte die EU über die Zuerkennung des Marktwirtschaftsstatus (MES) an China entscheiden. Dieser Status spielt für die Effizienz von Handels­schutz­instrumenten der EU eine entscheidende Rolle. Für die Stahlindustrie und weitere Branchen ist klar: Es darf keine vorschnelle Verleihung des MES an China geben.

Der Wettbewerb auf den internationalen Märkten wird immer weiter verzerrt. Nahezu jede dritte Tonne Stahl stammt inzwischen aus China, das seine Exporte seit 2012 mehr als verdoppelt hat. In der Folge haben sich auch die europäischen Handelszahlen dramatisch verändert.

Unfaire Stahlimporte aus China

Die Stahleinfuhren aus China erreichen unvorstellbare Ausmaße: Allein in 2015 haben sie sich um 57 Prozent erhöht, auf 7 Millionen Tonnen. Bedrohlich dabei ist, dass ein großer Teil des chinesischen Materials zu Dumpingpreisen auf den Märkten angeboten wird.

Handelsschutz für fairen Wettbewerb

Die EU ist ein offener Stahlmarkt, der völlig frei ist von protektionistischen Maßnahmen wie tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse. Hinsichtlich der Einfuhrzölle ist der Stahlbereich in der EU vollständig liberalisiert. Seit dem Jahr 2004 wird in der Gemeinschaft kein Einfuhrzoll mehr auf Stahlimporte erhoben. Um sich allerdings gegen unfaire (gedumpte oder subventionierte) Importe wehren zu können, ist eine konsequente Anwendung der EU-Handelsschutz-Instrumente notwendig.

MES China: Gravierende Folgen für Stahlindustrie und weitere Branchen

Würde China den MES ungerechtfertigter Weise erhalten, wäre ein effektiver Schutz vor unfairen Importen aus China nahezu unmöglich. Mehr noch: Eine einseitige Entscheidung der EU würde zu Nachteilen gegenüber anderen wichtigen Handelsregionen der Welt führen.

China-Smog-Schiffe

Der chinesische Außenhandel profitiert massiv von staatlichen Eingriffen

China ist keine Marktwirtschaft

In wirtschaftlicher Hinsicht lenkt die Kommunistische Partei alle Schlüsselsektoren und trifft alle wichtigen Entscheidungen. Der chinesische Stahlmarkt ist daher gekennzeichnet durch massive staatliche Eingriffe. Eine aktuelle Studie zeigt, dass China bei weitem nicht nach marktwirtschaftlichen Regeln agiert.

Dies zeigt sich besonders am Beispiel der Stahlindustrie. Einzelne Stahlunternehmen

  • profitieren von einer exklusiven Förderung
  • haben einen bevorzugten Zugang zu Krediten
  • erhalten subventionierte/verbilligte Frachtraten
  • haben Zugriff auf eine kostenlose bzw. verbilligte Stromversorgung
  • missachten Umwelt-, Arbeits- und Sicherheitsstandards
  • werden bei der Erschließung von Rohstoffquellen staatlich unterstützt
  • profitieren von der staatlichen Steuerung der Produktion und des Außenhandels.

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