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Dr. Martin Theuringer
Leiter Wirtschaft

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Hintergrundmaterial

Medieninformation: Rohstahlproduktion im
April 2017

Medieninformation: Stahlkonjunktur zum Frühjahr 2017

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Konjunktur

Aktuelle Einschätzung der Konjunktur

Monatlicher Kommentar zur Rohstahlproduktion

April 2017

Die Rohstahlerzeugung in Deutschland ist im April um gut 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 3,8 Millionen Tonnen gewachsen. In den ersten vier Monaten beläuft sich der Zuwachs auf 3,4 Prozent. Die neuesten Daten spiegeln wider, dass die Stahlmengenkonjunktur auch zu Beginn des zweiten Quartals aufwärts gerichtet ist. Angesichts hoher Risiken und bestehender struktureller Problemlagen auf den internationalen Märkten ist eine nachhaltige Erholung allerdings weiterhin nicht in Sicht.

Jan bis Berichtsmonat
Erzeugnis Berichtsmonat in Tsd t Veränderung zum Vorjahres­monat in Tsd t Veränderung zum Vorjahres­zeitraum
Rohstahl gesamt Apr 17 3.842 8,1% 14.818 3,4%
Oxygenstahl Mrz 17 2.737 0,4% 7.685 0,6%
Elektrostahl Mrz 17 1.141 5,3% 3.290 4,7%
Rohstahl gesamt Mrz 17 3.878 1,8% 10.975 1,8%
Roheisen Mrz 17 2.498 -0,7% 7.154 0,5%
Warmgewalzte Stahlerzeugnisse Mrz 17 3.388 6,0% 9.512 5,1%
dav. Flach Mrz 17 2.178 3,4% 6.226 5,0%
dav. Lang Mrz 17 1.210 10,9% 3.286 5,1%

 

Vierteljährlicher Kommentar zu den Auftragseingängen in der Stahlindustrie

Auftragseingang leicht gesunken – Auftragsbestände auf solidem Niveau

Die Auftragseingänge Walzstahl konnten im ersten Quartal 2017 das Niveau des Vorjahres nicht halten und sind leicht gegenüber einem allerdings hohen Vorjahreslevel um 1 Prozent zurückgegangen. Moderat nachlassenden Bestellungen aus dem Inland sowie dem EU-Ausland standen dabei kräftige Zuwächse aus dritten Ländern gegenüber. Mit über 10 Millionen Tonnen fiel der Auftragseingang trotz des leichten Rückgangs zu Jahresbeginn jedoch überdurchschnittlich hoch aus. Zudem übersteigen die Auftragsbestände zum Ende des ersten Quartals ihren Vorjahreswert.

Insgesamt deuten die Daten somit auf eine solide Auftragslage hin. Das Spannungsfeld einer vordergründig stabilen Stahlmengenkonjunktur auf der einen Seite, abgestützt durch die feste Verfassung wichtiger stahlverarbeitender Branchen, sowie eines strukturell schwierigen Umfelds in der globalen Stahlindustrie auf der anderen Seite, bleibt jedoch bestehen. So ist die Importsituation auf dem europäischen Stahlmarkt unverändert angespannt und gefährdet eine nachhaltige Erholung der Stahlkonjunktur.