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Dipl.-Kfm.
Tobias Aldenhoff

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Außenhandel, Beschaffung und Betriebswirtschaft

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Studien

Conflict minerals - An evaluation of the Dodd-Frank Act and other resource-related measures (Öko-Institut)

Hintergrundmaterial

Position: Konfliktmineralien – EU-Initiative zum Herkunfts-nachweis bei Rohstoffen


Daten und Fakten

Im Bereich Statistiken finden Sie zahlreiche Daten und Fakten zur Rohstoffsituation der Stahlindustrie in Deutschland

Rohstoffe

Rohstoffversorgung: Lebensader für die Stahlindustrie

Eine sichere und preisgünstige Versorgung mit Rohstoffen ist für die Stahlindustrie elementar. So ist sie bei fast allen Rohstoffen vollständig auf Importe angewiesen. Ein freier und fairer Zugang zu Rohstoffen ist dabei unverzichtbar.

Stahlindustrie_2014Die Stahlindustrie ist auf eine ausreichende, verlässliche und preisgünstige Rohstoffversorgung angewiesen. So wird für die Produktion von einer Tonne Stahl zwei Tonnen Rohstoffe benötigt – im Jahr 2014 waren es 91 Millionen Tonnen für die Stahlproduktion in Deutschland. Wichtigste Einsatzstoffe sind Eisenerz (43 Mio. Tonnen), Stahlschrott (19 Mio. Tonnen) und Koks- und Einblaskohle (15 Mio. Tonnen). Bei der Mehrheit der Rohstoffe ist die Stahlindustrie nahezu vollständig auf Importe oder das Recycling angewiesen. Dabei ist die geologische Verfügbarkeit nicht das zentrale Problem für die Versorgungssituation. Die Stahlproduzenten sind insbesondere den marktbeherrschende Strukturen der großen Minenbetreiber oder Abschottungstendenzen einzelner Rohstoffländer ausgesetzt.

Konzentrationstendenzen bei Rohstoffen

Die Industrie sorgt bereits aus Kostengründen dafür, Rohstoffe effizient einzusetzen. Vergleicht man etwa die aktuelle Situation mit der vor zwanzig Jahren, werden 10 Millionen Tonnen weniger Einsatzstoffe bei gleichzeitig gestiegener Stahlproduktion benötigt. Einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leistet zudem das Recycling von Stahlschrott. In Deutschland wird knapp die Hälfte des Stahls aus Schrott hergestellt. Durch das Recycling von ca. 20 Millionen Tonnen Stahlschrott in Deutschland (acht Eiffeltürme pro Tag) werden wertvolle Rohstoffreserven geschont, Energie eingespart und CO2-Emissionen gesenkt.

Handelshemmnisse bei Rohstoffen auf dem Vormarsch

Erzmischbetten im Hafen Rotterdam.
(© Hafen Rotterdam)

Erschwerend für die Rohstoffversorgung der Stahlindustrie ist auch die zunehmende Anzahl von Handelshemmnissen, insbesondere Exportbeschränkungen von beherrschenden Marktakteuren. Durch die strategische Rohstoffsicherungspolitik einzelner Länder entstehen somit weitreichende Wettbewerbsverzerrungen auf dem internationalen Stahlmarkt. Derzeit sind Handelshemmnisse, etwa im Bereich Stahlschrott, in mehr als 20 Ländern in Kraft. Dies hat zur Folge, dass der freie Zugang zu Rohstoffen spürbar eingeschränkt ist und die Verzerrungen im Wettbewerb deutlich zunehmen.