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Dr. Martin Theuringer
Leiter Wirtschaft

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Fax: +49 (0) 2 11-6707-104
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Statements

„Die Stärke unseres Standortes ist, dass wir die einzige Ökonomie in ganz Europa sind, die über das ganze Spektrum von den Grundstoffindustrien, vom starken Mittelstand bis hin zu den kleinen Hightech-Schmieden verfügt.“

Dr. Frank Walter Steinmeier,
Bundesaußenminister

„Wenn wir Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen wollen, muss der Industriestandort aktiv gefördert werden und darf nicht durch Blockaden und industriefeindliche Ideologie ausgebremst werden.“

Christian Lindner,
Bundesvorsitzender der FDP

Studien

Die volkswirtschaftliche Bedeutung einer Grundstoff-
industrie am Beispiel der Stahlindustrie (RWI)

Die Stahlindustrie in Deutschland „Rückgrat des Industriestandorts Deutschland“ (booz&co.)

Links

Stahlindustrie in Deutschland

Stahlunternehmen: Unverzichtbar für die Wirtschaft

Deutschland ist der größte Stahlhersteller in der EU und der siebtgrößte Stahlhersteller der Welt. Als Basisindustrie hat die Stahlbranche eine besondere Bedeutung für die Wertschöpfungsketten und ist zudem das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft.

Führender Stahlstandort in Europa

Deutschland ist mit einer jährlichen Produktion von knapp 43 Millionen Tonnen Rohstahl (2014) der siebtgrößte Stahlhersteller weltweit sowie der größte in der Europäischen Union (EU-28). Auf Deutschland entfallen 2,6 Prozent der Welterzeugung bzw. ein Viertel der Rohstahlerzeugung in der EU. Mit 17,2 Milliarden Euro hat die Stahlindustrie in Deutschland einen Anteil von rund 30 Prozent an der Wertschöpfung in der Stahlindustrie in Europa.

Etwa zwei Drittel des Stahls werden in Deutschland in integrierten Hüttenwerken (Hochofen, Stahl- und Walzwerk) erschmolzen, das verbleibende Drittel über die Elektrostahlroute hergestellt. Die Erzeugung von warmgewalzten Fertigerzeugnissen betrug im Jahr 2014 36,5 Mio. Tonnen. Der Schwerpunkt liegt mit einem Anteil von 65 Prozent bei den Flacherzeugnissen, 35 Prozent sind Langerzeugnisse. Nichtrostende und legierte Stähle haben in Deutschland mit über 50 Prozent Anteil an der Gesamtproduktion einen höheren Stellenwert als im internationalen Vergleich (ca. 30 Prozent). Mit einem Anteil von knapp 40 Prozent ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit der größten Stahlerzeugung.

Stahl ist Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft

Anteil am Stahlbedarf_DDie Stahlbranche hat als Basisindustrie eine besondere Bedeutung für die deutschen Wertschöpfungsketten. Die zahlreichen Innovationen dieses Wirtschaftszweiges und seine enge Verflechtung mit anderen Industriebranchen tragen zu den Erfolgen beispielsweise der Automobilindustrie oder des Maschinenbaus bei. Rund ein Fünftel der Vorleistungskäufe des Maschinenbaus und 12 Prozent des Fahrzeugbaus entfallen dabei auf die Stahlbranche. Wichtige Abnehmersektoren sind darüber hinaus die Elektrotechnik, das Baugewerbe sowie die Stahl- und Metallverarbeitung. Mit rund 3,5 Millionen Beschäftigten stehen die stahlintensiven Branchen für zwei von drei Arbeitsplätzen im Verarbeiteten Gewerbe.

Darüber hinaus ist die Stahlindustrie ein wichtiger Abnehmer für zahlreiche Zulieferbranchen. Dies liegt zum einen an einer hohen Vorleistungsintensität: So entfällt auf die Stahlindustrie ein jährliches Transportvolumen von insgesamt rund 145 Mio. Tonnen. Hinzu kommen lange Produktionsketten und umfassende Angebote in der Produktion sowie begleitende Dienstleistungen von der Roheisenerzeugung bis hin zum gewalzten Stahl. Studien zur volkswirtschaftlichen Bedeutung zeigen für Deutschland, dass jeder Euro zusätzliche Wertschöpfung in der Stahlindustrie rund 2 Euro Wertschöpfung in vorgelagerten Branchen generiert. Empirisch belegt ist zudem, dass jeder Arbeitsplatz in der Stahlindustrie mit fünf bis sechs weitere Beschäftigte in Zulieferindustrien verbunden ist.