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Erste Funde von Gegenständen aus Eisen und Stahl – meist Waffen – reichen bis ins 15. Jahrhundert v. Chr. zurück; also noch vor der Eisenzeit (800-15 v. Chr.), in der die Menschen lernten, die Eisenmetallurgie zu beherrschen. Die Menschen wussten bereits damals die Vorzüge dieses Werkstoffes zu schätzen: Er ist äußerst widerstandsfähig, außerdem elastisch, stabil und preiswert. Man kann Stahl problemlos schweißen, sägen, bohren, ziehen, gießen, walzen oder schmieden. Je nach Bedarf ist er hart, zäh, fest, flexibel, dehnbar, steif oder federnd. Diese Eigenschaften haben Stahl zu dem am meisten produzierten und verwendeten Metall werden lassen. Er ist heute im Vergleich zu anderen Konstruktionsmaterialen nicht nur der günstigste, sondern mit über 2.000 verschiedenen Sorten mit Abstand auch der vielseitigste Werkstoff. Die Weltproduktion von Rohstahl beträgt rd. 1 Mrd. Tonnen pro Jahr.

Vom Erz zum Roheisen
Grundstoff des Stahls ist das Element Eisen (Fe). Mit einem Massenanteil von rund fünf Prozent bildet es in Form von Eisenerzen einen natürlichen Bestandteil der Erdkruste. Die Stahlerzeugung läuft in zwei Stufen ab: Zunächst wird aus Eisenerz Roheisen erschmolzen. Das Roheisen wiederum ist die Basis für Stahl.
Konkret läuft der Produktionsprozess folgendermaßen ab: Für die Roheisengewinnung werden in Erzgruben zuerst die oxidischen Eisenerze aufbereitet. Dabei wird das Eisenoxid von den Nichteisen-Anteilen getrennt und im Eisengehalt angereichert. Die Eisenerze werden dann in Stückform – Stückerz, Sinter, Pellets – in den Hochofen gegeben.
Der Hochofen wird schichtweise mit Eisenerz, Koks als Reduktionsmittel und schlackebildenden Zuschlagstoffen – vor allem Kalkstein – befüllt. Reduktionsgas, das durch eine Reaktion mit Heißluft und erhitztem Koks entsteht, zieht den Sauerstoff aus dem Eisenerz heraus. Es bilden sich Eisen und Schlacke. Das flüssige Eisen reichert sich mit Kohlenstoff an. So entsteht Roheisen mit einem Kohlenstoffgehalt von vier Prozent. Ein moderner Hochofen erzeugt täglich bis zu 12.000 Tonnen Roheisen. Als Werkstoff ist es aber kaum zu verwenden, da es Verunreinigungen enthält und vergleichsweise spröde ist.

Vom Roheisen zum Stahl
Für die Stahlerzeugung wird das Roheisen entkohlt und gereinigt. Zum Teil wird es auch legiert, das heißt mit bestimmten Elementen wie Chrom, Nickel oder Mangan angereichert. Die Herstellung von Rohstahl aus Roheisen geschieht mit Hilfe des so genannten Sauerstoffaufblaskonverters. In diesem wird reiner Sauerstoff auf die Schmelze geblasen. Er verbindet sich mit dem Kohlenstoff im Roheisen. Dieser Prozess kann so gesteuert werden, dass der Kohlenstoff auf einen gewünschten Endgehalt abgesenkt wird. Das Ergebnis ist Rohstahl.
Jede Stahllegierung hat spezifische Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund ist Stahl der richtige Werkstoff für alle, die auf individuelle Lösungen setzen.

Weitere Infos

  www.lebenskreislauf-
  weissblech.de
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