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 Stahl in Zahlen

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Hier finden Sie die wesentlichen Daten und Fakten zu Stahlerzeugung, Stahl-Außenhandel, Umsatzentwicklung und Beschäftigten und viele weitere Statistiken auf einen Blick.
 Stahlerzeugung in Deutschland (Standorte)
Steel_Germany_Tab Deutschland ist der größte Rohstahlproduzent in der EU. In der Welt liegt es auf Platz 7 hinter China (Platz 1), Japan (2), Indien (3), Russland (4), USA (5), und Südkorea (6). Auch bei den warmgewalzten Erzeugnissen nimmt Deutschland hinter Südkorea Rang sieben in der Welt ein. Wie in den übrigen Industrieländern teilt sich die Warmwalzproduktion im Verhältnis 60:40 auf Flach- und Langerzeugnisse auf.
Berichte
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Steel_Germany Während 1970 noch nennenswerte Mengen im SM-Verfahren hergestellt wurden, findet dieses umweltfeindliche und kostenintensive Verfahren heute keine Anwendung mehr. Der Elektrostahlanteil hat zugleich deutlich zugenommen. Der Anteil des Edelstahls konnte verdoppelt werden.
 Entwicklung der monatlichen Rohstahlerzeugung in Deutschland
Deutschlande  Rohstahlproduktion im Juni 2010
Die Stahlunternehmen in Deutschland haben im Juni 2010 die Rohstahlproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat um 53% auf 3,86 Mio. t erhöht. Im 1. Halbjahr wurden 22,74 Mio. t Rohstahl erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Steigerung von 64%.
 Stahlerzeugung in Ostdeutschland
Stahlerzeugung_in_Ostdeutschland_2007 Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Stahlerzeugung in den neuen Bundesländern zunächst zurückgefahren. Veraltete, unter marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr wettbewerbsfähige und z.T. unter Umweltaspekten nicht vertretbare Produktionsanlagen wurden sukzessive stillgelegt. Der letzte Siemens-Martin-Ofen verschwand 1994. Seitdem wurde auch die Produktion bis zuletzt erhöht und insgesamt mehr als verdoppelt . Das Elektrostahl- verfahren verlor seit 1994 nur wenig an Bedeutung.
 Die größten Stahlerzeuger in Deutschland
stahlerzeugung Die Globalisierung hat in den vergangenen Jahren nicht nur das   Bild der Weltstahlindustrie stark verändert. Fusionen mit in- und  ausländischer Beteiligung haben auch in Deutschland zu neuen  Unternehmensdimensionen geführt. So hat der Zusammenschluß  von Thyssen und Krupp das neu entstandene  Unternehmen TKS auf Platz Eins in Deutschland und Rang Neun in der Weltrangliste geführt. Auch global agierende Konzerne wie Mittal Steel, Arcelor, Riva und Feralpi sind durch Unternehmensübernahmen auf dem deutschen Markt präsent
 Rohstahlerzeugung nach Verfahren
verfahren Rohstahl wird heute auf der Basis von flüssigem Roheisen im Oxygenstahlverfahren (LD-Konverter) und auf der Basis des Rohstoffes Schrott im Elektrostahlverfahren (Lichtbogenofen) erzeugt. Das Thomas-Verfahren und das Siemens-Martin (SM)-Verfahren zur Stahlerzeugung waren leistungsmäßig und in den zu erzielenden Stahleigenschaften nicht mehr konkurrenzfähig und für eine umweltfreundliche Entstaubung nicht geeignet. Bereits Anfang der 60er Jahre begann daher die Entwicklung der Oxygenstahlerzeugung. Der Anteil des Elektrostahlverfahrens wurde Mitte der 80er Jahre sukzessive ausgeweitet.
 
 Produktion und Beschäftigung
Erzeugung-Beschaeftigung_und_Produktivitaet_in_Detschland_200 Die deutsche Stahlindustrie hat in den letzten 40 Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig zu verbessern. Die Arbeitsproduktivität - gemessen als die spezifische Rohstahlproduktion in Tonnen je Beschäftigtem - stieg  in diesem Zeitraum enorm. Spitzenwerte mit rund 500 t/B wurden 2007 und 2008 erreicht. Im Krisenjahr 2009 lag sie bei einer Größenordnung von 355 t/B.
 Stranggussanteil an der Rohstahlerzeugung
Folie8 Die Rationalisierungsbemühungen der deutschen Stahlindustrie drücken sich in der Steigerung der Arbeitsproduktivität aus. Bis zu Beginn der 90er Jahre fand eine Umgestaltung des produktionstechnischen Apparates statt: Moderne und kostengünstige Anlagen trugen ebenfalls zur Wettbewerbsverbesserung bei. Die Stranggießtechnologie war die Basisinnovation der Stahlerzeugung in den 70er Jahren. Heute werden nahezu 100 % der Rohstahlerzeugung im Strang vergossen.
 Schrottbilanz
Schrottbilanz Stahlschrott ist ein wichtiger Rohstoff für die Stahlerzeugung. Nach einsatzgerechter Aufbereitung wird durch Recycling die uneingeschränkte Wiederverwendung des Werkstoffes Stahl erreicht. Nach einsatzgerechter Aufbereitung wird durch Recycling die uneingeschränkte Wiederverwendung des Werkstoffes Stahl erreicht. Da die Rohstahlproduktion in 2009 gegenüber den Vorjahren drastisch gesunken ist, war auch die Schrottverwendung auf entsprechend niedrigerem Niveau.
 Deutscher Stahlaußenhandel
AH_Stahlerzeugnissen Die deutsche Stahlindustrie ist in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Aktuell wird rund 75 % des Außenhandelsgeschäftes innerhalb der EU abgewickelt. Die Einfuhren gingen gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 % zurück, die Ausfuhren um fast 30 %. Auch die Drittlandimporte sind 2009 gegenüber den Vorjahren beachtlich zurückgegangen. Erstmals seit mehr als 50 Jahren wurde in den Jahren 2007 und 2008 kein Exportüberschuss bei den Walzstahlerzeugnissen erzielt. Der Exportüberschuss in 2009 resultiert vor allem aus dem Handel mit Ländern außerhalb der EU. 
 Deutschland: Markt Inlandslieferungen und Einfuhren
Walzstahlerzeugnisse_Einfuhr Im konjunkturellen Boomjahr 2007 zog der attraktive deutsche Markt auch mehr Lieferungen aus dem Ausland an. Durch die Rezession gingen die Einfuhren seit Ende 2008 drastisch zurück und lagen im Jahr 2009 ca. 39 % unter dem Vorjahresniveau. Der deutsche Markt wurde 2009 zu rund 56 % aus eigener Produktion versorgt. Der wesentliche Anteil der Importe stammte aus der übrigen EU, nur 11 % wurden von den Drittländern geliefert. Die größten Mengen der Importe aus Drittländern kamen aus den übrigen europäischen Länder, GUS, Asien und der NAFTA.
 Deutschland Ausfuhren
Walzstahlerzeugnisse_Ausfuhr Die hohe Exportquote von rund 50 % der deutschen Stahlindustrie belegt eindrucksvoll deren gute internationale Wettbewerbsposition. Rund drei Viertel der deutschen Stahl-Exporte verbleiben in der EU. Seit Ende 2008 haben sich die Exporte konjunkturell abgeschwächt, besonders bei den Lieferungen in die übrige EU. Die Ausfuhren in die Drittländer waren von 2003 bis 2008 mit ca. 5 Mio. t pro Jahr relativ konstant. In 2009 wurden ca. 4 Mio t in die Drittländer exportiert. Die wichtigsten Zielregionen waren das  übrige Europa, Asien, Afrika und die NAFTA.  
 Umsatzentwicklung in der Stahlindustrie in Deutschland
Umsatzerloese Bedingt durch die Wirtschaftskrise brach der Gesamtumsatz der Eisen schaffende Industrie im Jahr 2009 beachtlich ein und erreichte ein Niveau wie vor ca. 5 Jahren. Fast die Hälfte der Umsatzerlöse wurde 2009 mit dem Ausland erzielt.
 Stahlerzeugung in der EU
Stahlerzeugung_in_der_EU27 Die Stahlerzeugung in der EU hat einen hohen technischen Standard erreicht. Die Stranggussquote liegt bei 95 %. Die Rohstahlerzeugung über die Elektrostahlroute verbuchte in den letzten Jahren ebenfalls eine positive Entwicklung. Während 1995 der Elektrostahlanteil in der EU-25 noch bei rund 30 % lag, liegt er heute bei rund 40 %. Die Erzeugung warmgewalzter Stahlerzeugnisse konzentriert sich wie in anderen Industrienationen auf Flacherzeugnisse (rund 60%).
 Entwicklung der monatlichen Rohstahlerzeugung in der EU-27
RSE_EU27 Rohstahlproduktion im Juni bei 15,3 Mio t
In der EU-27 haben die Stahlwerke im Juni 2010 15,3 Mio t Rohstahl produziert, das sind 35,7 % mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 wurden 90,0 Mio t Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist die Rohstahlproduktion um 44,6 % gestiegen.
 Weltweite Stahlerzeugung
Wordwide Die Eisenerzproduktion in der Welt konzentriert sich auf wenige Länder. Brasilien, Australien und China erbringen über die Hälfte der gesamten Förderung. Die weltweite Rohstahlerzeugung basiert zu zwei Drittel auf der Oxygenstahlroute. Diese hat in den letzten Jahren sukzessive die Erzeugung nach dem Siemens-Martinverfahren ersetzt. Der Anteil des Elektrostahls hat sich bei rund einem Drittel kaum verändert. Der Stranggussanteil liegt mittlerweile bei gut 90 %. Bei der Produktion warmgewalzter Stahlerzeugnisse liegt der Schwerpunkt bei den Flachprodukten.
 Entwicklung der Weltrohstahlerzeugung
RSE_Welt Rohstahlproduktion im Juni bei 118,8 Mio t
Um 18,0 % auf 118,8 Mio t ist die Rohstahlproduktion der 66 Länder, die an den internationalen Stahlverband (worldsteel) berichten, im Juni 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 nahm die Weltrohstahlproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,9 % auf 705,8 Mio t zu.
 Entwicklung der monatlichen Rohstahlerzeugung in China
RSE_China  Rohstahlproduktion im Juni bei 53,8 Mio t 
China erhöhte seine Rohstahlerzeugung im Juni 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,0 % auf 53,8 Mio t. In den ersten Halbjahr 2010 wurden 323,2 Mio t Rohstahl hergestellt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist die Rohstahlproduktion um 21,1 % gestiegen.
 Weltrohstahlerzeugung nach Regionen
Welt_Rohstahlproduktion
 
Weltrohstahlerzeugung
 
Welt-Rohstahlproduktion_nach_Regionen 
Im Jahr 2009 wurden weltweit 1 220 Mio. t Rohstahl produziert. Verantwortlich dafür war wiederum vor allem China, das rund 46,5% der Welt produziert. Fast 11,4% der Weltrohstahlproduktion wurden in der EU-27 erzeugt. Japan, Indien, Russland und USA folgen auf den Rängen.
 Stahlunternehmen
Die_15_groeßten_Stahlkonzerne_2008     Die Globalisierung hat das Bild der Welt-Stahlindustrie in den vergangenen Jahren stark verändert und hat zu neuen Unternehmensdimensionen geführt. Große Impulse gingen dabei von den asiatischen Ländern aus. Durch die Fusion von Arcelor und Mittal Steel im Jahr 2007 ist ein internationalen Stahlkonzern entstanden, der mit Abstand die Nummer eins der Weltrangliste führt. Auf den Plätzen folgen Nippon Steel, Posco und JFE-Steel. Durch die Übernahme von Corus Anfang 2007 hat sich die indische Tata-Gruppe auf Platz fünf vorgeschoben. ThyssenKrupp Steel belegt Rang sechs. Der größte chinesische Stahlhersteller Baosteel erreichte 2008 Platz sieben. (jeweils gemessen am Stahlumsatz)
 Weltweite Marktversorgung
Weltweite_Marktversorge_2009  Asien war 2009 mit einem Marktanteil von 68 % der größte Markt für Stahlfertigerzeugnisse in der Welt. China allein hält 48 % am Weltmarkt. Da die Marktversorgung pro Kopf in Asien nur rund die Hälfte der EU bzw. der USA ausmacht, dürfte hier in Zukunft noch weiteres Wachstum zu erwarten sein. Zweitgrößter Markt der Welt ist Europa (ohne GUS) mit einem Marktanteil von 13 % (EU-27 allein: 11 %), gefolgt von Amerika mit 10 % (USA allein: 5 %).
 Welterzeugung 1970/2008
Folie1  Stahl ist unter den aufgeführten Substituten mit Abstand der mengenmäßig bedeutendste Werkstoff und hat in den vergangenen 30 Jahren sogar noch an Bedeutung gewonnen. Das ist vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der technische Fortschritt einen Rückgang der Stahlintensität stahlhaltiger Güter mit sich bringt, Ausdruck einer außerordentlichen Performance im Substitutionsgüter-Wettbewerb. Die Stahlindustrie hat sich vom Vormateriallieferanten zum Partner zahlreicher Stahlverarbeiter und Anbieter von High-tech Produkten bis hin zu maßgeschneiderten Komponenten entwickelt. Zusätzlich stellte die Produktion in hocheffizienten und damit kostengünstigen Anlagen jederzeit wettbewerbsfähige Preise sicher.
Als ausführliches Nachschlagewerk für Daten und Fakten zur Stahlindustrie empfehlen wir das Statistische Jahrbuch der Stahlindustrie (Inhaltsverzeichnis deutsch und englisch), das von der Wirtschaftsvereinigung Stahl herausgegeben wird. Es erscheint im Oktober eines Jahres und berichtet über die wichtigsten Kennzahlen der Stahlindustrie des Vorjahres und der Vergleichsjahre. Sie können es beim Verlag Stahleisen, annette.engels@stahleisen.de , unter der ISBN 978-3-514-00767-3 zum Preis von EURO 44,90 bestellen. In Form von Excel-Tabellen auf CD-ROM oder als E-mail Version (5 MB) kostet es EURO 70,20. Die neue Ausgabe 2009/2010 ist auch als pdf Datei via E-mail zum Preis von EURO 46,40 erhältlich. Die Preise verstehen sich einschl. Mwst. Sollten Sie nach Erscheinen des Statistischen Jahrbuchs im laufenden Jahr eine Aktualisierung einzelner Statistiken benötigen, wenden Sie sich bitte an gabriela.stramka@stahl-zentrum.de   
StramkaGabriela_Dipl
Name Dipl.-Ing.-oec. Stramka
Vorname Gabriela
Funktion Referentin
Telefon: 0211 6707 - 953
Telefax: 0211 6707 - 170
E-Mail: gabriela.stramka@stahl-zentrum.de               
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