Belastungen für Stahlindustrie in Deutschland

Die Überkapazitäten in China liegen bei 300 Mio. t. Das Land exportierte 2014 mehr als 90 Mio. t. Billig-Importe aus China machen der Stahlindustrie in Deutschland zu schaffen. Dadurch werde in Europa marktwirtschaftlicher Wettbewerb verhindert, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Fairer Wettbewerb werde auch durch eine Beihilfe von rund 2 Mrd. € für die re-verstaatlichte Ilva verhindert. Sorgen bereiten außerdem die Pläne für eine weitere Verschärfung des Emissionshandels, durch die einige Stahlhersteller in eine dramatische Lage geraten könnten. Außerdem hofft die WV Stahl, dass sich die Bundesregierung auch auf europäischer Ebene für eine allgemeine Befreiung der industriellen Eigenstromerzeugung von der EEG-Umlage einsetzt. Unternehmen, die Hüttengase ökologisch sinnvoll einsetzen, sollten nicht dafür bestraft werden, so Kerkhoff. (WAZ 15.07.15)