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Deutsche Wasserstoffpolitik soll europäisch ausgestaltet werden

Die Bundesregierung wolle die künftige Verwendung von Wasserstoff in verschiedenen Wirtschaftsbereichen mit einer eigenen Strategie vorantreiben. Eine deutsche Wasserstoffpolitik könne aber nicht getrennt von Entwicklungen auf EU-Ebene und in anderen Mitgliedstaaten konzipiert werden. Sie müsse europäisch ausgestaltet werden, so die Stiftung Wissenschaft und Politik in ihrer Publikation „Die internationalen Dimensionen deutscher Wasserstoffpolitik“. Da Deutschland heute mehr als 70 % seines Energiebedarfs importiere, habe eine solche energiepolitische Neuausrichtung zwangsläufig eine internationale Dimension. Die EU und Deutschland sollten deshalb bilaterale Partnerschaften und die multilaterale Governance voranbringen, um schritt­weise einen Markt für Wasserstoff zu schaffen. Zunächst sei es auf EU-Ebene entscheidend, die »Clean Hydrogen Alliance« zu ver­wirklichen und eine europäische Roadmap zum Auf- und Ausbau der Wasserstoff­ökonomie zu formulieren. Dadurch würden verlässliche Rahmenbedingungen für Pro­jekte geschaffen und könnten größere Pilotprojekte und erste Wasserstoffcluster und ‑korridore unter dem gemeinsamen Dach der EU realisiert werden. (Stiftung Wissenschaft und Politik Mai 2020)