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ETS gefährdet Planungs- und Investitionsperspektiven der Stahlindustrie

Die Vorstellungen der EU-Kommission über die Ausgestaltung des Emissionshandels ab 2021 verbauen die Planungs- und Investitionsperspektiven der Stahlindustrie in Deutschland, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl, im Vorfeld der Trilog-Verhandlungen von Vertretern des EU-Parlaments, der EU-Kommission und des Umweltministerrats am 30.05.17 in Brüssel. Die diskutierten Benchmarks seien völlig unrealistisch und sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht erreichbar. Alleine die im Raum stehende geringere Zuteilung von Zertifikaten würde für die Branche in Deutschland Zusatzbelastungen in Höhe von bis zu 4 Mrd. € im Zeitraum von 2021 bis 2030 bedeuten. Die vom EU-Parlament beschlossenen Verbesserungen bezüglich der Kuppelgase, des Versteigerungsanteils und des sektorübergreifenden Korrekturfaktors müssten vom Rat angenommen werden. Zudem müssten die höheren CO2-Preise, die in Form von höheren Strompreisen an die Industrie weitergegeben werden (indirekte Kosten), in allen Mitgliedsstaaten vollständig ausgeglichen werden. (PM WV Stahl, finanznachrichten.de, finanztreff.de und industriemagazin.at 29.05.17, FAZ, Börsen-Zeitung und MBI Stahl Aktuell 30.05.17)