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Effektiver Handelsschutz ist für den Einstieg in eine grüne Stahlproduktion unverzichtbar

21. September 2020

Heute kommen in Berlin die Wirtschafts- und Handelsminister der Europäischen Union zusammen, um über handelspolitische Schwerpunktthemen zu beraten. Auf der Agenda des informellen Treffens unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft steht auch die Stahlindustrie in Europa. Dazu Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl: „Auf die Stahlindustrie entfallen 30 Prozent der deutschen und auch europäischen Industrieemissionen. Durch die Umstellung ihrer Produktionsprozesse kann sie einen entscheidenden Beitrag in Richtung Klimaneutralität leisten. Damit die Transformation in eine grüne Stahlproduktion allerdings ein Erfolg wird, müssen auch in der Handelspolitik die Weichen richtig gestellt werden. Eine große Bedeutung kommt dabei einem effektiven Schutz vor unfairen Stahlimporten zu.“

Wie bereits im Mitte Juli von der Bundesregierung verabschiedeten Handlungskonzept Stahl festgehalten, braucht es für eine starke, grüne Stahlproduktion in Europa neben einem wirksamen Schutz vor Carbon Leakage und einer Begleitung der Transformation in Richtung CO2-armer Verfahren, auch Chancengleichheit auf dem globalen Stahlmarkt. „Es ist gut und richtig, dass der Bundeswirtschaftsminister die im Handlungskonzept Stahl dargelegten Themen im Kreis der EU-Handelsminister anspricht. Allen Beteiligten muss klar werden, dass der Einstieg in die Transformation nur dann gelingt, wenn faire Wettbewerbsbedingungen auf den internationalen Märkten geschaffen werden. Es müssen nun auf europäischer Ebene konkrete Vorschläge erarbeitet werden, wie dies erfolgen kann. Wir erwarten, dass der Handelsministerrat hierzu wichtige Impulse setzt“, so Kerkhoff weiter.

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