Newsroom

Newsroom

Ansprechpartner

Marvin Bender
Pressesprecher

Tel.: +49 (0) 211-6707-115
Fax.: +49 (0) 211-6707-676
E-Mail: hier klicken

Ansprechpartner Stahlindustrie

Hier finden Sie Ansprechpartner aus den Stahlunternehmen, die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind.
Zu den Kontakten

Soziale Netzwerke

#nichtkönntemuss: Jetzt das Handlungskonzept Stahl umsetzen!

Angesichts der aktuellen Diskussion um die Anhebung der EU-Klimaziele zeigt sich einmal mehr: Auf dem Weg zur klimaneutralen Wirtschaft kommt der Stahlindustrie eine Schlüsselrolle zu. Da ein gewichtiger Teil der industriellen CO2-Emissionen bei der Stahlerzeugung über die Hochofen-Konverter-Route (integrierte Route) entsteht, lässt sich mit der zügigen Umstellung auf klimafreundliche, wasserstoffbasierte Technologien eine enorme Hebelwirkung erzielen. Ein Effekt, der sich durch die exponierte Stellung der Stahlindustrie am Anfang internationaler Wertschöpfungsketten noch verstärkt. Denn auch in den nachfolgenden industriellen Verarbeitungsstufen trägt klimaneutraler Stahl dazu bei, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Mit anderen Worten: Eine emissionsfreie Stahlherstellung ist essenziell, um die europäischen Klimaziele zu erreichen und den Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht zu werden. Mit der bereits heute verfügbaren Elektrostahlproduktion auf Schrottbasis steht zudem ein weiterer wichtiger Baustein für eine weitestgehende CO2-Reduzierung in der Branche zur Verfügung, da das Produktportfolio und die Menge an Stahlschrott jedoch begrenzt sind, muss der überwiegende Teil der CO2-Reduktion durch eine Verfahrensumstellung bei der integrierten Route erfolgen.

Die gute Nachricht lautet: Die technologischen Voraussetzungen für eine solche Umstellung sind weitestgehend vorhanden. Nun gilt es, entsprechende Zukunftsprojekte in die Tat umzusetzen. Allerdings sind CO2-arme Verfahren der Stahlerzeugung deutlich teurer und können daher im internationalen Wettbewerb nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb macht sich die Wirtschaftsvereinigung Stahl auf politischer Ebene für fördernde und regulatorische Rahmenbedingungen stark, die eine grüne Stahlproduktion in Deutschland und anderen EU-Staaten unterstützen. Und dies möglichst schnell: Berücksichtigt man die Investitionszyklen der Stahlindustrie, müssen Anlagen zur klimaneutralen Stahlerzeugung heute geplant und morgen gebaut werden. Andernfalls fehlt der europäischen Wirtschaft einer der wichtigsten Werkstoffe, um grüne Autos, Gebäude, Windräder und Infrastrukturen zu realisieren.

Das Handlungskonzept Stahl, das im Juli 2020 von der Bundesregierung beschlossen wurde, ist ein erster wichtiger Schritt, um die Rahmenbedingungen für die erforderlichen Investitionen auf den Weg zu bringen. Es konkretisiert, welche klima-, industrie- und handelspolitischen Maßnahmen jetzt erforderlich sind, um die politisch angestrebte Klimaneutralität mithilfe der Stahlindustrie zu erreichen.

Im Fokus der Aktivitäten stehen die drei Themenfelder Handelspolitik, wettbewerbliche Rahmenbedingungen und Klimapolitik. Kernforderungen der Wirtschaftsvereinigung Stahl sind hier unter anderem die konsequente Durchsetzung eines effektiven Handelsschutzes, ein wirksamer Schutz vor dem Abwandern der Industrieproduktion in Regionen der Welt mit einer weniger restriktiven Klimapolitik (Carbon Leakage), Instrumente, um die Transformation in Richtung Klimaneutralität abzusichern, sowie der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und die Förderung der industriellen Wasserstoffnutzung, um den immensen Bedarf der Stahlindustrie zu decken.

Neugierig geworden, wie die Transformation der Stahlindustrie gelingen kann? Antworten gibt es unter #nichtkönntemuss auf linked.in, Twitter und Facebook.

Weitere Informationen und Downloads