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Studie: Dekarbonisierung durch Deindustrialisierung schadet Klima und Wirtschaft

Die Stahlunternehmen in Deutschland und Europa stehen gegenwärtig vor einer massiven Herausforderung: Sie werden durch immer ambitioniertere Klimaziele gefordert, ohne dass der notwendige Förderrahmen steht. Eine Studie der Prognos AG hat nun herausgefunden, dass eine Transformation, die nur durch steigende CO2-Preise vorangetrieben wird, unweigerlich mit einem Rückgang von Produktion, Kapazitäts- und Beschäftigungsabbau, insbesondere bei der Primärstahlroute, verbunden ist.

In Summe ist hierbei gesamtwirtschaftlich mit einem Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen zu rechnen. Der volkswirtschaftliche Schaden in Form von verlorener Wertschöpfung würde sich auf 600-700 Euro pro vermiedener Tonne CO2 belaufen und damit ein Vielfaches der Umstellungskosten auf ein wasserstoffbasiertes Produktionsverfahren betragen. Hinzu kommt: Wird Stahl in anderen Regionen der Welt mit geringeren Klimaschutzauflagen hergestellt und anschließend nach Europa importiert, wird auch dem Klima massiv geschadet. Es ist daher sowohl volkswirtschaftlich, als auch klimapolitisch zwingend geboten, Carbon Leakage zu vermeiden und stattdessen umfassend in die Transformation in Richtung einer grünen Stahlproduktion mit Hilfe staatlicher Förderung zu investieren.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Ohne Transformation können die klimapolitischen Ziele in der Stahlindustrie nur durch Carbon Leakage erreicht werden

Carbon Leakage der Stahlindustrie schadet Klima, Wirtschaft und Gesellschaft

Die Carbon Leakage-Kosten übersteigen die Mehrkosten eines wasserstoffbasierten Produktionsverfahren um ein Vielfaches

Schlussfolgerungen

  • Die Stahlindustrie in Deutschland kann weiterhin zum wirtschaftlichen Erfolg der industriellen Wertschöpfungsketten beitragen. Voraussetzung hierfür ist ein internationales Level-Playing-Field.
  • Durch die Umstellung auf CO2-arme Verfahren kann die Stahlindustrie in Deutschland einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Dazu braucht es jedoch einen
    unterstützenden politischen Rahmen. Dieser ist im Handlungskonzept Stahl dargelegt und muss jetzt umgesetzt werden werden.
  • Dazu gehört auch, dass die schrottbasierte Elektrostahlroute als maßgeblichen Baustein für eine eine CO2-arme Produktion im Land gehalten wird. Hierzu braucht es als fundamentale Voraussetzung international wettbewerbsfähige Großhandelspreise für Strom und den Fortbestand der geltenden Entlastungsregeln einschließlich der Kompensation der emissionshandelsbedingten Strompreissteigerungen.
  • Carbon Leakage ist sowohl aus volkswirtschaftlicher wie auch klimapolitischer Sicht kein verantwortungsvoller Weg, um nationale klimapolitische Ziele zu erreichen: Der volkswirtschaftliche Schaden beträgt ein Vielfaches der Kosten der Transformation und ist zudem mit dem Verlust von hunderttausenden von Arbeitsplätzen verbunden.
  • Gelingt es, den Rahmen für die Transformation zu schaffen und industrielle Wertschöpfung zu sichern, werden Anreize für andere Länder gesetzt, ebenfalls in emissionsarme Produktionsverfahren zu investieren.

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