Stahlindustrie besorgt über künftige US-Handelspolitik

Der Wechsel in der US-Administration verstärkt die Sorgen der Stahlindustrie über die künftige Handelspolitik. Protektionismus sei die falsche Antwort auf die Herausforderungen für die globale Stahlindustrie, so Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Die USA stehen mit 700.000 t für rund ein Viertel der deutschen Stahlexporte außerhalb der EU. Zudem sind sie hinter Großbritannien der größte Abnehmer von stahlintensiven Gütern aus Deutschland. Diese indirekten Stahlexporte übersteigen mit 2,5 Mio. t die direkten Stahleinlieferungen um mehr als das Dreifache. Eine handelspolitische Konfrontation mit den Nafta-Ländern könnte zu Handelsumlenkungen in die offenen und ungeschützten Märkte der EU führen. (PM WV Stahl, Dow Jones, handelsblatt.com und dpa-AFX 18.01.17, Börsen-Zeitung, HB, RP, MBI Stahl Aktuell, wp.de und Platts SBB Daily Briefing 19.01.17)