Stiftung 2 Grad fordert Unterstützung der Unternehmen bei der Transformation

Das EU-Klimaziel soll nach dem Willen des EU-Parlaments von bisher 40 auf 60 % verschärft werden, die Positionierung der Staats- und Regierungschefs dazu  während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bis Dezember erfolgen. Die EU stehe angesichts der Covid-19-Pandemie vor einer historischen Bewährungsprobe und müsse gleichzeitig im Sinne einer krisenfesteren Gesellschaft die Weichen für ein klimaneutrales Europa stellen, so die Stiftung 2 Grad, eine Gruppe von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmen, die sich für Klimaschutz engagiert, in einem neunseitigen Positionspapier. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verschärfung des Klimaziels auf 55 % erkennen Stiftung und beteiligte Unternehmen u.a. aus der Stahlindustrie als „klimapolitisch sinnvoll“ an. Die Politik müsse aber zeitnah Maßnahmen ergreifen, um die Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen. Dies umfasse die Weiterentwicklung der CO2-Bepreisung als „klimapolitisches Leitinstrument“ auf EU-Ebene. Wichtig seien auch wettbewerbsfähige Energie- und Produktionskosten. Dazu gehöre, dass die Höhe der kostenlosen Zuteilung von CO2-Zertifikaten und die CO2-Strompreiskompensation bis 2030 nicht weiter verschärft würde.
(Handelsblatt 08.10.20)