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Hans Allkämper

Infrastruk­tur und Anwendungs­technik

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Paneele aus Stahl für Fassaden

Zukunft Bauen in Europa

 

Fußgängerbrücke aus Stahl

 

Aufstockung einer mehrgeschossigen Wohnanlage in Stahl-Leichtbauweise

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Bauwesen

Stahl im Bauwesen

Die Welt des Bauens verändert sich: Bei Infrastrukturprojekten wie Brücken, Bahnhöfen und Parkhäusern, im modernen Gewerbe-, Geschoss- und Verwaltungsbau sowie bei Sportstätten sind zunehmend flexible Baulösungen mit leichten, weitspannenden Tragwerken und energieeffizienten Fassadensystemen gefragt. Diese Eigenschaften vereint der Werkstoff Stahl.

 

35 Prozent der Stahlbedarfs in Deutschland fließen in den Baubereich. (Quelle: WV Stahl)

Neben der reinen Funktion, ansprechender Gestaltung und ökonomischen Aspekten müssen Bauwerke und Bauprodukte heute auch die Anforderungen an das nachhaltige Bauen erfüllen. Geringer Bedarf an Rohstoffen, energiesparende Herstellung, umwelt- und sozialverträglich in Errichtung und Betrieb sowie lange, wartungsarme Nutzungszyklen sind die bestimmenden Faktoren schon bei der Planung. Stahl ist ein vielseitiger Werkstoff, der diese Anforderungen in besonderer Weise erfüllt. Mit optimierten, auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmten Stahlsorten, innovativen Produkten und den Vorzügen eines langlebigen, vollständig recycelbaren Baustoffs werden seine Einsatzbereiche ständig erweitert.

 

Stahl für eine moderne Infrastruktur

Mit dem Stahl-Innovationspreis 2018 ausgezeichnete Infrastruktur: Verkehrsknotenpunkt Elbbrücken in Hamburg (Rendering: Gärtner+Christ Architekturdarstellung)

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für eine hochentwickelte Volkswirtschaft unverzichtbar. Für Industrie und Gewerbe stellt die Qualität der Verkehrsanbindung mit effizienten Brücken und Verkehrsknotenpunkten einen zentralen Standortfaktor dar. Jedoch werden vor allem Straßenbrücken zunehmend zum Engpassfaktor, nachdem über Jahrzehnte unzureichend in Instandhaltung und Neubau investiert wurde. Erhebliche Einschränkungen für den privaten Verkehr, aber insbesondere auch für die regionale Wirtschaft, sind die Folge.

Sanierung und Ersatz schadhafter Brückenbauwerke werden derzeit von der Politik mit großem finanziellem Einsatz angeschoben und bleiben auf absehbare Zeit ein zentrales Aufgabenfeld der Verkehrspolitik. Straßen-, Fuß- und Radwegbrücken aus Stahl bieten sich als innovative und schnell zu realisierende Lösungen an. Dank effizientem Materialeinsatz, hohem Vorfertigungsgrad und langen Wartungszyklen in der Nutzungsphase sind sie äußerst wirtschaftlich, langlebig und nachhaltig. Die volkswirtschaftlichen Kosten werden auf ein Minimum reduziert.

 

Energieeffiziente Fassaden dank Stahl

Betriebsgebäude der Denios AG mit Steckpaneelsystem (Foto: Peter Hübbe)

Die Gebäudehülle übernimmt unterschiedliche Funktionen im modernen Gewerbe-, Wirtschafts- und Geschossbau. Neben den gestalterischen Aspekten sind dies die bauphysikalischen Anforderungen an den Wärme-, Feuchte- und Schallschutz. Außerdem sind Dächer und Fassaden so auszuführen, dass sie dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet sind.

Die Baustoffindustrie bietet hier Produktlösungen und Systeme aus Stahl an, die in den letzten Jahren immer weiter optimiert wurden. Sie werden damit den gestiegenen energetischen Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf das Erreichen der Klimaziele in besonderer Weise gerecht. Zudem garantieren die aufgrund ihres geringen Gewichts schnell zu montierenden, langlebigen und wartungsarmen Bauteile ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und charakterisieren eine äußerst nachhaltige Bauweise.

Hochwertiger, auf den jeweiligen Einsatzzweck ausgerichteter Korrosionsschutz sichert die Dauerhaftigkeit der Bauelemente. Das Verfahren der Bandbeschichtung von verzinktem Stahlblech, das sogenannte Coil-Coating, bietet langlebige Beschichtungen in vielen Farbnuancen. Stahlfassaden können am Ende ihrer langen Nutzungszeit leicht demontiert und ohne Qualitätsverluste recycelt werden – ein permanenter Materialkreislauf.

 

 

Tragender Stahlleichtbau

Aufstockung eines alten Fachwerkhauses (Foto: WV Stahl)

Ein erheblicher Teil der Bauleistungen in Deutschland wird inzwischen im Altbaubestand erbracht. Um den großen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in städtischen Ballungsräumen zu befriedigen, ist dies meist sinnvoll. Wenn Grundstücke aufgrund der dichten Bebauung nicht mehr zur Verfügung stehen, stellen vorhandene Gebäude das noch verfügbare „Bauland“ dar.

Wenig tragfähige alte Bausubstanz beziehungsweise ungünstige Baugrundverhältnisse verlangen nach gewichtsarmen Bauweisen, die dennoch hohe Stabilität aufweisen. Tragende Leichtbaukonstruktionen aus Stahl sind für Dachaufstockungen, Anbauten, Umbauten und Gebäudeerweiterungen besonders geeignet. Ihre Tragwerke verfügen über eine Struktur aus dünnwandigen, kaltverformten Stahlprofilen, die zu leichten, aber äußerst tragfähigen Rahmen und Trägern verbunden werden. Beplankungen übernehmen die Aussteifung. Bei fachgerechter Anwendung und Einbau einer effizienten Wärmedämmung erfüllen derartige Konstruktionen alle Anforderungen an eine material- und energieeffiziente Bauweise.

 

 

 

 


Titelbild: Hans Allkämper