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Dipl.-Kfm.
Tobias Aldenhoff

Leiter
Außenhandelspolitik

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Fax: +49 (0) 2 11-6707-862
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Daten und Fakten

Im Bereich Statistiken finden Sie zahlreiche Daten und Fakten zum deutschen Stahlaußenhandel

Hintergrundmaterial

Fairer und freier Handel - Positionen der Stahlindustrie in Deutschland zum Außenhandel

Studien

Potentiale des digitalen Wertschöpfungsnetzes Stahl
(iw Consult)

Volkswirtschaftliche Folgen einer Schwächung der Stahlindustrie in Deutschland (Prognos)

Links

Außenhandel

Offene Märkte – für die Stahlindustrie unverzichtbar

Die Stahlindustrie in Deutschland ist eine handelsintensive Branche. Deutschland exportiert allein 27,2 Millionen Tonnen Stahl. Auf der Importseite gelangen 28,4 Millionen Tonnen Stahl nach Deutschland. Die deutsche und die sonstige EU-Stahlindustrie setzten sich stets für einen freien und fairen Weltstahlhandel unter dem Dach der WTO ein. Die EU ist ein offener Stahlmarkt, es bestehen weder Einfuhrzölle noch nicht-tarifäre Handelshemmnisse für den Import von Stahlerzeugnissen.

 

Unfaires Marktverhalten beim Stahl nimmt weltweit zu

Die Stahlindustrie in Deutschland ist jedoch zunehmend einem ungleichen Wettbewerb ausgesetzt. Gerade der deutsche Markt ist aufgrund der soliden Lage der verarbeitenden Branchen immer stärker umkämpft. Wachsende Überkapazitäten in vielen Regionen der Welt verstärken diesen Trend. Darüber hinaus können insbesondere Drittlandanbieter ihre Anteile beispielsweise durch Dumpingpraktiken massiv in Europa ausbauen.

Protektionismus im Stahlbereich auf dem Vormarsch

Zudem verstärken viele Drittländer ihre Bemühungen, ihrer heimischen Stahlindustrie künstliche Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Solche staatlichen Interventionen beinhalten in erster Linie die Einführung bzw. Erhöhung von Einfuhrzöllen, schikanösen Zertifizierungs- und Einfuhrlizenzpflichten als auch „Buy National“-Verpflichtungen  im Rahmen von Konjunkturprogrammen.

Im Fokus steht aktuell die America-First-Strategie von US-Präsident Trump. Mit der Initiative im Rahmen der so genannten US-Section 232 (Beschränkung von Stahlimporten aus sicherheitspolitischen Erwägungen) wurde am 23. März 2018 ein pauschaler Zoll in Höhe von 25 Prozent auf Stahlimporte verhängt. Die EU, Kanada und Mexiko müssen seit dem 1. Juni 2018 entsprechende Zölle zahlen.

Regelbasierter Handel ist unverzichtbar

Die WV Stahl unterstützt ein starkes regelbasiertes Handelssystem unter dem Dach der WTO. Sollte es zu Verstößen kommen, müssen diese konsequent geahndet werden. Eine stringente Umsetzung der europäischen Handelsschutzinstrumente ist dringend erforderlich. Gleichzeitig muss jegliche Schwächung des ohnehin schon äußerst liberalen EU-Systems verhindert werden. Wettbewerbsverzerrungen wie offener oder versteckter Protektionismus, den man aktuell nicht zuletzt in den USA  beobachten kann, lehnt die Stahlindustrie in Deutschland strikt ab.

Weiterführende Informationen zum Thema Stahl und Außenhandel