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Aktuelle Konjunkturinformationen

Konjunkturelle Lage der Stahlindustrie in Deutschland im Oktober 2020

Die Corona-Pandemie hinterlässt tiefe Spuren bei den Indikatoren der Stahlmengenkonjunktur. Marktversorgung und Produktion liegen im Jahresverlauf rund 15 Prozent bzw. 16 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Branchenumsatz ist sogar noch stärker eingebrochen. Dabei ist in Rechnung zu stellen, dass bereits 2019 niedrige Niveaus erreicht wurden. Zwar hatte sich die Lage zuletzt stabilisiert und eine vorsichtige Aufwärtsbewegung eingesetzt, im aktuellen Umfeld ist jedoch jede Erholungsperspektive mit großer Unsicherheit verbunden.

Die Marktversorgung mit Walzstahlerzeugnissen befindet sich seit Beginn der Industrierezession im Herbst 2018 im Rückwärtsgang. Angesichts der Corona-Pandemie ist sie erneut um rund ein Viertel im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gefallen und hat zwischenzeitlich mit rund 26 Millionen Tonnen das tiefe Niveau von 2009 erreicht. Im Zeitraum Januar bis August ist die Marktversorgung um rund 15 Prozent zurückgegangen.

Die Rohstahlproduktion ist in den ersten neun Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent gesunken. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr entspricht dies einer Produktion von ca. 34 Millionen Tonnen. Nur während der Finanzkrise 2009 wurde im entsprechenden Zeitraum mit rund 30 Millionen Jahrestonnen ein noch geringeres Volumen in Deutschland hergestellt.

Die Auftragseingänge sind von Januar bis September 2020 um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Im zweiten Quartal 2020 sind sie sogar um über 40 Prozent eingebrochen und landeten somit ebenfalls auf dem Niveau des Allzeittiefs von Anfang 2009. Seitdem hat eine Gegenbewegung eingesetzt (Q3/2020: +12 Prozent zum Vorjahr).

Die negativen Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie sind auch an der internationalen Stahlkonjunktur ablesbar: Von Januar bis September 2020 ist die Welt-Rohstahlerzeugung zwar nur um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Das lag aber vor allem an China, wo die Erzeugung (auch als Folge wieder steigender Stahlkapazitäten) weiter ausgeweitet wurde. In allen anderen Regionen der sank die Produktion um 12 Prozent.

Damit hat sich der Einfluss Chinas auf dem globalen Stahlmarkt weiter vergrößert: Kam vor der Corona-Krise etwas mehr als die Hälfte des weltweit erzeugten Rohstahls aus China, so waren es zuletzt etwa 60 Prozent. Der Anteil der EU und der NAFTA liegt zusammen bei 15 Prozent, verglichen mit gut 40 Prozent zu Beginn des Jahrtausends.

Rohstahlproduktion in Deutschland – Oktober 2020

23. November 2020

In Deutschland wurden im Oktober 3,4 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit lag die Erzeugung zum ersten Mal seit Februar wieder über dem entsprechenden Vorjahresmonat. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar-Oktober) wird die Rohstahlproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um annähernd 14 Prozent unterschritten.

Informationen zur Stahlkonjunktur in Deutschland

(Stand: Oktober 2020)


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