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Aktuelle Konjunkturinformationen

Konjunkturelle Lage der Stahlindustrie in Deutschland im Januar 2021

Trotz der Erholung bei wichtigen Indikatoren ist der Weg zu einer Normalisierung der Stahlkonjunktur noch lang. So ist die Rohstahlproduktion zwar im vierten Quartal um 9 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen, blieb aber – hochgerechnet auf das Gesamtjahr – erneut unter der 40 Millionen Tonnen Grenze und damit auf niedrigem Level. Auch fällt die Gesamtbilanz für das Jahr 2020 ernüchternd aus: Die Erzeugung sank das dritte Mal in Folge und Forschungsinstitute wie das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erwarten für das laufende Jahr nur eine moderate Erholung. Zudem bestehen nach wie vor große Unsicherheiten, nicht zuletzt auch, weil die Verlängerung des Lockdowns möglicherweise einen Rückpralleffekt auslösen könnte. Schließlich lässt sich erst ab Frühjahr einschätzen, ob die Erholung nachhaltig ist, d.h. über kurzfristige lagerzyklische Effekte hinausträgt.

Die Rohstahlproduktion fiel im Corona-Jahr 2020 um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und betrug knapp 36 Millionen Tonnen. Dies war die niedrigste Produktionsmenge seit 2009. Hier ist ab dem Sommer eine Erholung erkennbar (Quartal 4/2020: +9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum).

Der Branchen-Umsatz ist in der Zeit von Januar bis November 2020 mit einem Minus von rund 20 Prozent noch stärker eingebrochen. Während der Inlandsumsatz im November wieder etwa den entsprechenden Vorjahreswert erreicht hat, liegt der Auslandsumsatz weiterhin ein Viertel darunter.

Die Auftragslage hat sich im Jahr 2020 spürbar verbessert. Die Auftragseingänge verfehlten von Januar bis Dezember 2020 den Vorjahreswert nur noch um gut 2 Prozent. Im zweiten Halbjahr lagen die Aufträge zudem 16 Prozent darüber.

Der Ifo Geschäftsklima-Index liefert ebenfalls ein positives Bild. Bereits seit Sommer hellen sich die Erwartungen monatlich auf. Im Januar befindet sich auch die Lage-Komponente in Summe erstmals seit Dezember 2018 wieder im positiven Bereich.

Rohstahlproduktion in Deutschland – Januar 2021

19. Februar 2021

In Deutschland wurden zum Jahresbeginn 3,3 Millionen Tonnen Rohstahl produziert. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat hat die Stahlerzeugung um 6 Prozent zugenommen. Damit hat die Erzeugung wieder den Durchschnittswert von 2019 erreicht, bewegt sich aber weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau.

Informationen zur Stahlkonjunktur in Deutschland

(Stand: Januar 2021)


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