WV Stahl
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10 Maßnahmen für einen starken Stahlstandort Deutschland

WV Stahl veröffentlicht Handlungsempfehlungen für 20. Legislaturperiode

Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst und die Regierungsbildung hat die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl), der Verband der stahlerzeugenden Unternehmen in Deutschland, politische Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Stahlproduktion in Deutschland veröffentlicht. Die Stahlindustrie in Deutschland erwartet in zehn zentralen Themenbereichen Maßnahmen, die den Unternehmen eine verlässliche Zukunftsperspektive an den Standorten bieten. „Die Stahlindustrie ist die Basis für unseren Wohlstand und unverzichtbar für starke industrielle Wertschöpfungsketten. Dies zeigt sich gerade in besonderer Weise im Rahmen der Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Als energie- und CO2-intensive Branche steht die Stahlindustrie vor der Jahrhundertaufgabe der Dekarbonisierung. Die Unternehmen können und wollen ihre Emissionen bereits bis 2030 um rund ein Drittel senken und so einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Voraussetzung hierfür ist ein verlässlicher politischer Rahmen. Es muss eine der zentralen Aufgaben der kommenden Bundesregierung sein, die Transformation in Richtung grüner Stahlerzeugung durch wirkungsvolle Instrumente zu begleiten“, erklärt Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl. Hierfür schlägt die WV Stahl zehn Maßnahmen für einen starken Stahlstandort vor:

  • Handlungskonzept Stahl umsetzen – Transformation voranbringen
  • Fairen Wettbewerb im Außenhandel sichern
  • Wasserstoffwirtschaft etablieren
  • Energiewende forcieren – Kosten senken
  • Grüne Leitmärkte für Stahl entwickeln
  • Forschungsförderung zielgerecht ausbauen – Innovationen vorantreiben
  • Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln
  • Umweltpolitik rechtssicher ausgestalten
  • Leistungsgerecht besteuern – Wettbewerbsfähigkeit erhalten
  • Verkehrsinfrastrukturen modernisieren – nachhaltige Verkehrsträger stärken

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen für die Stahlindustrie in Deutschland weist Verbandspräsident Kerkhoff auf die Notwendigkeit einer aktivierenden Industriepolitik hin:

„Die nächste Legislaturperiode ist entscheidend für die Zukunft der Stahlindustrie in Deutschland. Ob Deutschland noch leistungsfähiges Industrieland bleiben kann – dafür ist der Stahl ein Gradmesser. Es muss der Beweis erbracht werden, dass Klimaneutralität und internationale Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam möglich sind.