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Warnung vor kurzfristigem Gaslieferstopp

Ein plötzlicher Ausfall russischer Gaslieferungen hätte für die energieintensive Industrie desaströse Folgen, so Branchenvertreter bei einer Anhörung im Bundestag. So könne etwa die Stahlindustrie, die für 2,3 % des deutschen Gasverbrauchs verantwortlich sei, laut Roderik Hömann, Leiter Energie und Klima bei der WV Stahl, nicht ohne Gas produzieren und Alternativen stünden noch nicht zur Verfügung. Zudem müsse ein Hochofen lange im Voraus abgeschaltet werden, um Schäden zu vermeiden. Der DGB fürchte, dass bei einem abrupten Gaslieferstopp Elemente der Wertschöpfungsketten unwiederbringlich wegbrechen könnten. Ökonomen seien sich nicht einig über die Folgen eines Gasembargos. Nach Ansicht von Jens Südekum, Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Universität Düsseldorf, sei es schwer, das Subventionspotential in den einzelnen Branchen abzuschätzen. Ein Embargo habe viele Aspekte und Ökonomen könnten nur einen Teil der Antwort geben.