WV Stahl

Konjunkturinformationen

Daten und Fakten zur konjunkturellen Situation der Stahlindustrie in Deutschland - quartalsweise aktualisiert

Konjunkturelle Lage der Stahlindustrie in Deutschland im Oktober 2022

Die Stahlkonjunktur befindet sich angesichts des sich zunehmend eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds im Rückwärtsgang. Dies betrifft vor allem die Produktion und die Auftragseingänge. Die stärksten Verluste zeigen sich hier in der Sekundärstahlroute. Die ifo-Konjunkturumfragen deuten auf anhaltenden konjunkturellen Gegenwind hin.

Die Rohstahlerzeugung in Deutschland liegt nach drei Quartalen 6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Dabei sind die Produktions-einschränkungen auf der stromintensiven Sekundärstahlroute etwas ausgeprägter. Von Januar bis September ging die Elektrostahlproduktion um 7,5 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück.

Die Auftragseingänge sind im bisherigen Jahresverlauf um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau gefallen. Hier hat sich der Rückgang im dritten Quartal intensiviert. Neben einer schwächeren Nachfrage aus den Stahlverarbeitenden Branchen spielen auch lagerzyklische Effekte eine Rolle.

In der aktuellen ifo-Umfrage liegt das ifo-Geschäftsklima deutlich unterhalb des langjährigen Mittelwerts. In der Systematik der ifo-Konjunkturuhr befindet sich die Stahlkonjunktur im Rezessionsquadranten, der durch eine ungünstige Lagebeurteilung bei gleichzeitig zurückhaltenden Erwartungen für die kommenden Monate definiert wird.


Rohstahlproduktion in Deutschland im Jahr 2022

23. Januar 2023

Im Jahr 2022 wurden mit 36,8 Millionen Tonnen Rohstahl rund 8 Prozent weniger hergestellt als im Vorjahr. Dies markiert (mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020) den niedrigsten Jahreswert seit 2009. Das Produktionsvolumen des zweiten Halbjahres stellt sogar einen Tiefpunkt seit der Wiedervereinigung dar. Mit 17,3 Millionen Tonnen lag die Erzeugung der zweiten Jahreshälfte im Vorjahresvergleich um 11 Prozent niedriger.

  in Tsd t Veränderung zum
Vorjahresmonat
in Tsd t* Veränderung zum
Vorjahreszeitraum*
Rohstahl gesamt 2.693 -14,6% 36.849 -8,4%
Oxygenstahl 2.162 -15,2% 25.852 -8,2%
Elektrostahl 531 -12,1% 10.997 -9,0%
Roheisen 1.997 -12,6% 23.729 -7,6%
Warmgewalzte
Stahlerzeugnisse
2.024 -15,7% 32.057 -7,8%
Quelle: WV Stahl       *Januar bis Dezember 2021


 

Informationen zur Stahlkonjunktur in Deutschland

(Stand: Oktober 2022)

 

Kernindikatoren der Stahlindustrie in Deutschland



Quelle: *WV Stahl **Statistisches Bundesamt, ***ifo-Institut

Rohstahlproduktion in Deutschland

Marktversorgung in Deutschland

Auftragslage der Stahlindustrie in Deutschland

 

Lieferungen der Stahlindustrie in Deutschland

 

 


 

Hinweis: Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernommen. Die Grafiken und Inhalte dürfen nur zu rechtmäßigen Zwecken verwendet werden. Die Verwendung der Grafiken und Inhalte erfolgt in eigener Verantwortung des Verwenders.